Zum 10. Mal: Highlight des ersten Halbjahres: Basketball Schüler-gegen-Lehrer

Zum 10. Mal: Highlight des ersten Halbjahres: Basketball Schüler-gegen-Lehrer

Am 20.Dezember jährte es sich zum zehnten Mal: Das Basketball-Spitzentreffen der Lehrer und Schülermannschaft

Im Vorfeld des Spieles wurde auf Seiten der Lehrermannschaft viel gegrübelt. Man machte sich bewusst, dass in den neun bisherigen Partien die Schüler achtmal unterlegen waren – davon die letzten fünf Mal in Folge. Das Pädagogenherz war von Gewissensbissen geplagt. Verzweifelt hörte man die Lehrer klagen: „wie soll man denn hier den Spagat zwischen sportlicher Höchstleistung und pädagogischen Anspruch schaffen?“

Doch die Entscheidung fiel den Lehrern diesmal nicht schwer: Um nicht den Status der guten Pädagogen oder gar die Jobs aufs Spiel zu setzen, musste dieses Jahr ein verändertes Konzept her.

In mühevoller Kleinarbeit würden die Stärken der Lehrermannschaft auch mit Hilfe einer Profi-Trainerin aus den USA schonungslos aufgedeckt und analysiert, mit dem Ergebnis: zu gutes Pass- und Dribbelspiel, Teamplay zu ausgeprägt, Trefferquoten mit 97% deutlich zu hoch. So machten sich die Lehrer ans intensive Training von Schritt- und Dribbelfehlern, drillartiges Einüben von sturen Einzelaktionen und – am anspruchsvollsten – das Vorbeiwerfen am Korb.

Von Anfang an zeigte sich deutlich, dass die gewohnte Souveränität kaum abzutrainieren war, aber immer wieder drangen Lichtblicke und kleine Erfolge ans Tageslicht. So gelang Herrn Bauer am 24. September der erste Fehlwurf. Andere Lehrer konnten schon bald nachziehen. Am hartnäckigsten traf jedoch noch Frau Schaffer, der die Umstellung auf die „pädagogische Spielweise“ besonders schwer fiel.

Doch das harte Training sollte sich schon bald auszahlen: Es kam der Tag der Entscheidung: „Triumph oder Jobs“

Die Schüler zeigten sich zu Spielbeginn wie gewohnt hochmotiviert bis in die Haarspitzen. Die Lehrer angespannt, ob der neuen Zielrichtung. Die ersten Minuten waren geprägt von Hektik und übermäßig körperbetonter Spielweise. Die Lehrer schafften es bisweilen nicht, ihr konzentriertes Vorbeiwerfen durchzusetzen und immer wieder fand der Ball den Weg in den Korb anstelle daneben. Kollege Lindhorst agierte dabei besonders unglücklich, da er den Ball in der Anfangsphase besonders oft einnetzte. Frau Zeis, Herr Bauer und vor allem Herr Mücke zeigten mit diversen Fehlwürfen ihr Können und konnten den Korbdrang von Götz und Lindhorst kompensieren. So ging man erleichtert mit einer nur hauchdünnen 18:14 Führung für die Schüler in die Halbzeitpause.

Die fulminante Halbzeitshow von Mädchen den Klassen 6a, 6b, 6c und 6e begeisterte die rund 300 Zuschauer. Der Applaus für Frau Schaffer und ihre Schülerinnen war gigantisch.

Eingeschworen von Coach Jessy Miller gingen die Lehrer in die zweite Halbzeit. Jetzt ging ihr Konzept auf. Die Lehrer setzten nun gewissenhafter ihre Einzelaktionen, ihr mangelhaftes Teamplay und ihre Fehlwürfe geschickt in Szene. Auf der anderen Seite wurden den Spielern der Schülermannschaft deutlich mehr Räume gelassen. So konnten Beerlage, Lesinski, Mekic und Hot Gottseidank zu Treffern gezwungen werden. Lediglich vereinzelt fielen die Lehrer in alte Muster zurück, was jedoch auf das Ergebnis zum Glück nur noch wenig Einfluss hatte.

So reckten zum ersten Mal beim Schlusspfiff beim Stande von 44:38 für die Schüler beide Mannschaften die Fäuste in die Höhe. Die Schüler wegen ihres Sieges, die Lehrer wegen ihrer triumphalen Umsetzung des pädagogischen Auftrages. Man konnte die hart erkämpften Früchte des Trainings tatsächlich ernten!

Die Schüler zeigten zur Freude der allermeisten Zuschauer mit Abstand die seit Jahren beste und souveränste Leistung, spielten auf allen Positionen hochklassigen Basketball und gewannen dem Spielverlauf entsprechend hochverdient gegen die Lehrer.

Welch eine Werbung für den Basketballsport! Und was für eine gigantische Win-Win-Situation!

Gleichermaßen froh über den Spielausgang, war man auf Lehrerseite erleichtert, das harte und ungewohnte Training jetzt ad acta zu legen. Die Vorzeigepädagogen atmeten spürbar auf: „Jetzt können wir beruhigt wieder fünf Jahre in Folge gewinnen, ohne dass uns jemand schlechte Pädagogen nennt. Und wenn es wiedermal notwendig wird zu beweisen, dass wir auch verlieren können, dann wissen wir zu welcher ungeahnter Leistung wir fähig sind.“

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Beste Werfer: Beerlage (12), Lesinski (11), Mekic (10), Hot (7)

Schlechteste Vorbeiwerfer: Lindhorst (14), Mücke (12), Zeis (5)

Peter Mücke

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