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Kategorie: Roland-Berger-Stiftung

Von Flügeln beflügelt – ein Ausflug nach Bayreuth

Von Flügeln beflügelt – ein Ausflug nach Bayreuth

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

In diesem Bericht möchten wir Ihnen und Euch einen kleinen Einblick in unseren Ausflug nach Bayreuth am 17. Mai 2019 verschaffen.

Der Besuch in der Klaviermanufaktur

Unsere Reise fing damit an, eine Klaviermanufaktur zu besuchen. Von Theorie bis zum Bau der Instrumente war alles in der Führung enthalten. Die Firma Steingraeber & Söhne bewies uns, dass die Klaviere und Flügel von Hand gemacht sind. Schließlich bedeutet Manufaktur ins Deutsche übersetzt soviel wie „handgefertigt“. Nicht vergleichbar mit einem typischen Museum, wo man Gegenstände nur betrachten darf, wurde uns angeboten, auf den Instrumenten zu spielen. Am Ende der Führung gab es ein kleines Konzert im Kammermusiksaal, bei dem uns unsere Mitschülerinnen und Mitschüler – also Leute unserer Generation – zeigten, was man mit viel Üben und Fleiß erreichen kann.

Die Gräber der Kinder

Als Nächstes folgte eine Stadtführung durch Bayreuth, wo uns unsere Führerin die historischen Seiten der Stadt zeigte. Eine der spannendsten Sehenswürdigkeiten war die Stadtkirche, in deren Gruft sich eine Grabstätte für Adelige befindet. Dort konnte man auch viele Särge von Kindern sehen, da in der damaligen Zeit die Kinder sehr früh starben, weil es keine Heilmittel gab. Da haben wir gemerkt, in welcher guten Lage wir uns heute befinden, weil wir für viele Krankheiten Medikamente haben.

Bayreuth ist eine Stadt mit vielen unterschiedlichen Seiten, denen wir nicht allen auf die Spur gehen konnten. Deshalb wünschen wir uns eine zweite Gelegenheit, diese schöne Stadt noch besser kennen zu lernen.

Alma Ikeljic (6b) und Lejla Zoletic (7b)

„Kein Talent verlieren“ – Zwischenbilanz nach vier Jahren Profilklassen am CSG

„Kein Talent verlieren“ – Zwischenbilanz nach vier Jahren Profilklassen am CSG

Mittlerweile im vierten Jahr haben die von der Roland Berger Stiftung initiierten und getragenen Profilklassen am Christoph-Scheiner-Gymnasium ihre Heimat gefunden und sind ein selbstverständlicher Teil des Schullebens geworden. Diese Klassen werden von Schülerinnen und Schülern des CSG besucht, die gleichzeitig Stipendiatinnen und Stipendiaten der Roland Berger Stiftung sind. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, mit ihrem Schülerstipendium Kinder zu unterstützen, die engagiert, leistungsbereit und ihrer Begabung nach für den gymnasialen Bildungsweg geeignet sind, jedoch aufgrund ihrer häuslichen oder sozialen Situation zusätzliche Begleitung und Förderung brauchen, um diesen Weg bis zum Abitur erfolgreich gehen zu können. Ermöglicht wird die Einrichtung dieser Profilklassen durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie die Stadt Ingolstadt, die AUDI AG begleitet sie partnerschaftlich.

Für alle diese Partner in einem höchst ambitionierten Bildungsprojekt war am Mittwoch, den 22.02.2018, die Zeit gekommen, am CSG gemeinsam Bilanz über die vergangenen Jahre zu ziehen und Perspektiven der weiteren Zusammenarbeit zu eröffnen.

Und so füllte sich um kurz vor 11 Uhr der Pausenhof des CSG in kürzester Zeit mit den Dienstwägen von Ministerpräsident Horst Seehofer, Stifter Prof. h.c. Roland Berger, OB Dr. Christian Lösel und Wendelin Göbel, Vorstand Personal und Organisation der AUDI AG, die sich in einem Klassenzimmer im Westflügel mit Vertreterinnen und Vertretern des Kultusministeriums, der Roland Berger Stiftung und Kolleginnen und Kollegen vom CSG und der GS Auf der Schanz, die ebenfalls zwei Profilklassen – eine dritte und eine vierte Klasse – beheimatet, zum Erfahrungsaustausch trafen.

Schulleiter OStD Gerhard Maier und die anwesenden Lehrkräfte Frau Fischer, Frau Tefurth, Frau Rupp, Frau Steidle und Herr Hanauska berichteten von Ihrer Arbeit in und mit den Profilklassen, wobei besonders die Organisation und Strukturierung des gebundenen Ganztagsunterrichts, der Umgang mit der meist doppelten Halbsprachigkeit der Kinder im Deutsch- und im Fremdsprachenunterricht und die gute Zusammenarbeit mit der GS Auf der Schanz und der Roland Berger Stiftung zur Sprache kamen. Außerdem wurde betont, dass es wünschenswert wäre, aus positiven Effekten für die pädagogische Arbeit, die in den Profilklassen z.B. durch die kleinere Klassengröße und die Zusammenarbeit mit einer Sozialpädagogin zu beobachten sind, Konsequenzen für das Gymnasium an sich zu ziehen – beispielsweise durch die Verstärkung bzw. Einführung der Schulsozialarbeit auch im gymnasialen Bereich.

Während im Anschluss an die Gesprächsrunde die Herren Seehofer, Berger, Lösel und Göbel vor der Presse das Projekt lobten und die Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit zusicherten, warteten die Schülerinnen und Schüler geduldig und länger als geplant darauf, Aufstellung zum gemeinsamen Erinnerungsfoto zu nehmen und danach, im Falle der Klasse 5b, dem hohen Besuch im Englischunterricht noch einen Einblick in ihren Schulalltag zu geben.

Trotz dem nahenden Beginn der Fünferlparty, deren Anfang man aus Angst vor Nachteilen im Kampf um den Gesamtsieg keinesfalls verpassen wollte, fanden sich die Schülerinnen und Schüler der 5b am Ende des Besuchsprogramms nochmals im Klassenzimmer ein und ließen sich von der Motivation ihrer Englischlehrerin Frau Tefurth anstecken. Auf Englisch, genauer gesagt im neu erlernten present progressive,  berichteten sie von ihrem Leben als Schülerinnen und Schüler am CSG. Die Besucher – mit Ausnahme von Ministerpräsident Seehofer, der sich zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Weg zum nächsten Termin befand – zeigten sich begeistert von der engagierten Mitarbeit der Kinder, die im Anschluss noch von ihren Erfahrungen mit dem Stipendienprogramm berichten durften.

Unter Verzicht auf ihre Mittagspause und im Laufschritt schaffte es das „Team 5b“ dann nach Ende der Stunde gerade noch rechtzeitig zum Beginn des von ihren Tutorinnen und Tutoren organisierten Wettkampfs.

Hoher Besuch hin oder her – ein Scheiner-Event wie die Fünferlparty durfte man schließlich auf keinen Fall verpassen!

Katharina Rupp, Schulkoordinatorin für die Profilklassen der Roland Berger Stiftung

Alle Fotos wurden dankenswerterweise von Daniel Schneeweis zur Verfügung gestellt.