Browsed by
Monat: Dezember 2019

Zum 10. Mal: Highlight des ersten Halbjahres: Basketball Schüler-gegen-Lehrer

Zum 10. Mal: Highlight des ersten Halbjahres: Basketball Schüler-gegen-Lehrer

Am 20.Dezember jährte es sich zum zehnten Mal: Das Basketball-Spitzentreffen der Lehrer und Schülermannschaft

Im Vorfeld des Spieles wurde auf Seiten der Lehrermannschaft viel gegrübelt. Man machte sich bewusst, dass in den neun bisherigen Partien die Schüler achtmal unterlegen waren – davon die letzten fünf Mal in Folge. Das Pädagogenherz war von Gewissensbissen geplagt. Verzweifelt hörte man die Lehrer klagen: „wie soll man denn hier den Spagat zwischen sportlicher Höchstleistung und pädagogischen Anspruch schaffen?“

Doch die Entscheidung fiel den Lehrern diesmal nicht schwer: Um nicht den Status der guten Pädagogen oder gar die Jobs aufs Spiel zu setzen, musste dieses Jahr ein verändertes Konzept her.

In mühevoller Kleinarbeit würden die Stärken der Lehrermannschaft auch mit Hilfe einer Profi-Trainerin aus den USA schonungslos aufgedeckt und analysiert, mit dem Ergebnis: zu gutes Pass- und Dribbelspiel, Teamplay zu ausgeprägt, Trefferquoten mit 97% deutlich zu hoch. So machten sich die Lehrer ans intensive Training von Schritt- und Dribbelfehlern, drillartiges Einüben von sturen Einzelaktionen und – am anspruchsvollsten – das Vorbeiwerfen am Korb.

Von Anfang an zeigte sich deutlich, dass die gewohnte Souveränität kaum abzutrainieren war, aber immer wieder drangen Lichtblicke und kleine Erfolge ans Tageslicht. So gelang Herrn Bauer am 24. September der erste Fehlwurf. Andere Lehrer konnten schon bald nachziehen. Am hartnäckigsten traf jedoch noch Frau Schaffer, der die Umstellung auf die „pädagogische Spielweise“ besonders schwer fiel.

Doch das harte Training sollte sich schon bald auszahlen: Es kam der Tag der Entscheidung: „Triumph oder Jobs“

Die Schüler zeigten sich zu Spielbeginn wie gewohnt hochmotiviert bis in die Haarspitzen. Die Lehrer angespannt, ob der neuen Zielrichtung. Die ersten Minuten waren geprägt von Hektik und übermäßig körperbetonter Spielweise. Die Lehrer schafften es bisweilen nicht, ihr konzentriertes Vorbeiwerfen durchzusetzen und immer wieder fand der Ball den Weg in den Korb anstelle daneben. Kollege Lindhorst agierte dabei besonders unglücklich, da er den Ball in der Anfangsphase besonders oft einnetzte. Frau Zeis, Herr Bauer und vor allem Herr Mücke zeigten mit diversen Fehlwürfen ihr Können und konnten den Korbdrang von Götz und Lindhorst kompensieren. So ging man erleichtert mit einer nur hauchdünnen 18:14 Führung für die Schüler in die Halbzeitpause.

Die fulminante Halbzeitshow von Mädchen den Klassen 6a, 6b, 6c und 6e begeisterte die rund 300 Zuschauer. Der Applaus für Frau Schaffer und ihre Schülerinnen war gigantisch.

Eingeschworen von Coach Jessy Miller gingen die Lehrer in die zweite Halbzeit. Jetzt ging ihr Konzept auf. Die Lehrer setzten nun gewissenhafter ihre Einzelaktionen, ihr mangelhaftes Teamplay und ihre Fehlwürfe geschickt in Szene. Auf der anderen Seite wurden den Spielern der Schülermannschaft deutlich mehr Räume gelassen. So konnten Beerlage, Lesinski, Mekic und Hot Gottseidank zu Treffern gezwungen werden. Lediglich vereinzelt fielen die Lehrer in alte Muster zurück, was jedoch auf das Ergebnis zum Glück nur noch wenig Einfluss hatte.

So reckten zum ersten Mal beim Schlusspfiff beim Stande von 44:38 für die Schüler beide Mannschaften die Fäuste in die Höhe. Die Schüler wegen ihres Sieges, die Lehrer wegen ihrer triumphalen Umsetzung des pädagogischen Auftrages. Man konnte die hart erkämpften Früchte des Trainings tatsächlich ernten!

Die Schüler zeigten zur Freude der allermeisten Zuschauer mit Abstand die seit Jahren beste und souveränste Leistung, spielten auf allen Positionen hochklassigen Basketball und gewannen dem Spielverlauf entsprechend hochverdient gegen die Lehrer.

Welch eine Werbung für den Basketballsport! Und was für eine gigantische Win-Win-Situation!

Gleichermaßen froh über den Spielausgang, war man auf Lehrerseite erleichtert, das harte und ungewohnte Training jetzt ad acta zu legen. Die Vorzeigepädagogen atmeten spürbar auf: „Jetzt können wir beruhigt wieder fünf Jahre in Folge gewinnen, ohne dass uns jemand schlechte Pädagogen nennt. Und wenn es wiedermal notwendig wird zu beweisen, dass wir auch verlieren können, dann wissen wir zu welcher ungeahnter Leistung wir fähig sind.“

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Beste Werfer: Beerlage (12), Lesinski (11), Mekic (10), Hot (7)

Schlechteste Vorbeiwerfer: Lindhorst (14), Mücke (12), Zeis (5)

Peter Mücke

Auszeichnung zur Umweltschule in Europa /Internationale Nachhaltigkeitsschule

Auszeichnung zur Umweltschule in Europa /Internationale Nachhaltigkeitsschule

 

Zum zweiten Mal hat das CSG die Auszeichnung Umweltschule in Europa/ Internationale Nachhaltigkeitsschule für das Schuljahr 2018/19 erhalten.

Frau Lüddeke und Frau Krach durften am Montag, 09.12.2019, im Willi-Graf-Gymnasium in München die Auszeichnung, Fahne und Urkunde,  aus den Händen von Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo entgegennehmen. In diesem Schuljahr wurden in Bayern 479 Schulen ausgezeichnet – quer durch alle Gattungen, bundesweit nahmen über 900 Schulen an dem Wettbewerb teil. Die Auszeichnung gilt für ein Jahr. Mit teilgenommen hat aus Ingolstadt die FOS/BOS.

Das CSG legte im vergangenen Schuljahr den Schwerpunkt auf  die Themen „Umgang mit Plastik“ und „Wir schaffen Lebensräume für Insekten“. Dafür fertigten viele Schüler Insektenhotels aus leeren Konservendosen, in die Schilfstängel und Holunderstückchen gesteckt wurden. Schüler der Profilklassen und des Wahlkurses Schulgarten bauten EURO Paletten zu Pflanzbeeten um und bestückten sie mit Kräutern und Gewürzen. Auch einjährige Pflanzen wurden als Insektenweide ausgesät. Fächerübergreifend hielten Schüler der Parallelklasse den Verlauf der Aktion in einer Vorgangsbeschreibung fest und lieferten Verbesserungsvorschläge.

Im MINT-Modul Plastikpiraten schrieben Schüler Briefe an das Müsli-Team und schlugen vor, die Plastiklöffel durch solche aus anderem Material zu ersetzen. Die Verantwortlichen, Frau Wittmann und Frau Hölzl, sagten das gerne zu, wollten aber zuerst noch die Vorräte aufbrauchen. Die Teilnehmer zeigten in einer Ausstellung in der großen Vitrine im Altbau auf, wo Plastik vorkommt und wie es vermieden werden kann, z.B. durch den Gebrauch von Brotzeitboxen oder Glasflaschen. Ingolstädter Leitungswasser hat Mineralwasserqualität, ist zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet und könnte deshalb auch gut gesprudelt oder „natur“ getrunken werden – das würde Plastikflaschen einsparen und die Schlepperei dazu. Um dem Mikroplastik in vielen Kosmetika zu entgehen stellten die Schüler selbst Badekugeln aus Stärke, Natron, Oliven-, Lavendelöl und Lebensmittelfarben her und boten sie am Tag der Offenen Tür zusammen mit Heftumschlägen, Heften und Schreibblöcken aus Recyclingmaterial zum Verkauf an. Höhepunkt dieses MINT-Moduls war der Besuch des Unverpacktladens nurINpur, in dem die Schüler nach einer Einführung durch Simon Stapf nach Herzenslust (und ihren finanziellen Möglichkeiten!) einkaufen durften.

 

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb: Frau Lüddeke hat das CSG für das laufende Schuljahr mit den Themen Klimawandel und Artenvielfalt im Schulumfeld angemeldet. Die SMV unterstützt durch das Sammeln von Wachsresten und Kugelschreibern zum Recycling, plant die Teilnahme am Ingolstädter Stadtradeln u.v.m.. Viel Erfolg!

Brigitte Krach und Laura Lüdekke