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Schlagwort: Jugend debattiert

„Berlin, du bist so wunderbar!“

„Berlin, du bist so wunderbar!“

„Berlin, du bist so wunderbar!“ denken sich alljährlich die 64 Landessieger von Jugend debattiert, die zum Bundesfinale nach Berlin eingeladen werden, um dort die besten Debattierer der Altersklasse 1 und 2 Deutschlands zu küren. Und für Tim Rothärmel, Schüler der 9c, Scheiner-Debatten-Sieger, Regio-Sieger und bayerischer Landessieger ganz besonders, denn er darf sich jetzt auch Bundessieger der Altersklasse 1 nennen.

Los ging das Abenteuer Berlin am Donnerstag, 14. Juni 2018 mit der Fahrt nach Berlin. Am Freitag erfolgten die beiden Qualirunden zu den Themen: „Sollen sich Krankenkassenbeiträge am persönlichen Krankheits- und Verletzungsrisiko orientieren?“ bzw. „Sollen Mitglieder der Bundesregierung darauf verzichten, Spiele der Fußball-WM in Russland zu besuchen?“  In den jeweiligen Jurys saßen Alumnis von Jugend debattiert, Lehrer-Trainer und  Landes- und Regionalkoordinatoren aus ganz Deutschland. Bei der vorherigen Vorbereitung und Erarbeitung dieser durchaus anspruchsvollen Themen half unsere Scheiner-Familie  tatkräftig mit.  Vielen Dank an Franzi Köstler, Herrn Freytag, Herrn Huber, Frau Kraft, Frau Tefurth, Frau Schleßing und Frau Schrock. Tim startete mit zwei sehr gelungenen und souveränen Auftritten, so dass sich die mitgereiste bayerische Unterstützung sicher war, dass Tim bestimmt weit vorne landen wird. Und so sollte es auch kommen: Bei der mit Spannung erwarteten Siegerehrung hatten wir es dann schwarz auf weiß: Tim ist  fünftbester Debattierer Deutschlands 2018 und gilt somit als Bundessieger. Die Finaldebatte am Sonntag zum Thema „Sollen Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden?“ konnten wir dann ganz entspannt verfolgen. Tim, das hast du super gemacht. Wir sind wahnsinnig stolz auf dich und für uns bist du nicht nur auf dem Foto, sondern auch beim Bundesfinale von Jugend debattiert 2018 der Größte!

 

Wir fahren nach Berlin!

Wir fahren nach Berlin!

Am 16. April war es endlich soweit. In München fand das Landesfinale Jugend debattiert! statt. Mit einer fast alljährlichen Selbstverständlichkeit war unser CSG dort wieder einmal vertreten. Mit Tim Rothärmel und Mario Siegle waren die beiden Regionalsieger der Sekundarstufe 1 und 2 im Wettbewerb.

Nachdem zunächst noch alle Debattanten, Juroren und Gäste am Pestalozzi-Gymnasium in München zur Begrüßung zusammengefunden haben, wurden die beiden Sekundarstufen getrennt. Während die Sekundarstufe 1 am Pestalozzi-Gymnasium bleiben durfte, um die Qualifikationsdebatten auszutragen, musste die Sekundarstufe 2 an das nahegelegene Maria-Theresia-Gymnasium weiter ziehen.

Die Sekundarstufe 1 mit unserer ersten rhetorischen Geistesgröße Tim diskutierte in der Qualifikation die beiden Themen, ob eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder eingeführt werden soll und ob wie in Frankreich retuschierte Modelfotos gekennzeichnet werden sollen.

Zur gleichen Zeit stritt sich Mario im „Schwergewicht“ über die Fragen, ob Einsamkeit wie in Großbritannien zur Regierungsaufgabe werden und ob E-Sport als Sportart anerkannt werden soll.

Nach den sensationellen Leistungen unserer beiden Wortkünstler war erstmal eine kurze Reise in den bayrischen Landtag angesagt. Dort sollte, nach der Verkündung der Finalisten, ein kurzer Essensempfang stattfinden und danach das Highlight des Abends, die beiden Finalrunden. Als unsere Scheiner-Truppe die aufwendig servierten Häppchen in sich rein stopfte, konnte ein Schüler leider nicht daran teilnehmen. Tim musste sich zur gleichen Zeit auf das Finale vorbereiten! Damit war klar, dass er schon jetzt zu den besten 4 Debattanten seiner Altersklasse in ganz Bayern gehörte. Doch damit war sein Weg noch nicht vorbei. In dem sehr unterhaltsamen Finale mit dem Thema, ob der Wildschweinbestand in Deutschland drastisch reduziert werden soll, setzte Tim nicht nur durch sein rhetorisches Geschick die Stimmung im Landtag auf einen Höhepunkt, sondern auch sich auf den 2. Platz und buchte damit eines der beiden Finaltickets nach Berlin!!

Wir gratulieren beiden Debattanten zu deren tollen Leistungen und wünschen Tim viel Erfolg in Berlin!

Das Debattenwunder – Regionalwettbewerb Oberbayern-Nord

Das Debattenwunder – Regionalwettbewerb Oberbayern-Nord

Wir schreiben den 27. Februar 2018, 13:30 Uhr: Ein Mega-Event bahnt sich weiter seinen Weg durch die deutschen Schulen: Jugend debattiert. Heute steht der Regionalwettbewerb Oberbayern-Nord am Katharinen-Gymnasium in Ingolstadt an. Auch wir, das Christoph-Scheiner-Gymnasium, schicken die vier besten Rhetoriktalente unserer Schule aus beiden Altersklassen ins Rennen.

In der Sekundarstufe 1 vertreten Iris Seib und Tim Rothärmel die Schule, in der zweiten Altersklasse kämpfen Mario Siegle und Oliver Ziegler um den Einzug in die nächste Runde: Das Landesfinale in München.

Trotz der Begabungen wissen unsere vier Scheinerianer, dass die Konkurrenz auch dieses Jahr wieder in Lauerstellung liegt und gehen demnach angespannt in die zwei Qualifikationsrunden. Nachdem diese gemeistert wurden, heißt es warten, heißt es die Anspannung und die Nervosität in den Griff bekommen, denn ganze eineinhalb Stunden liegen zwischen den Vorrunden und dem Finale.

Dann endlich die Erlösung: im viel zu kleinen Finalaustragungsort – einem gewöhnlichen Klassenzimmer – werden die Auswertungsergebnisse übermittelt. Vier Mal Top 4 Platzierungen in den jeweiligen Altersklassen für die Scheinerstars! Damit stehen alle unsere Starter im Finale. Das Schulhaus kocht. Die Scheinerultras, auch dieses Jahr wieder zahlreich erschienen, sind nicht mehr zu halten. Auch unserer Schulkoordinatorin und gleichzeitig Koordinatorin des Regionalwettbewerbs Frau Schrock und ihrer rechten Hand Frau Schleßing zaubern diese fantastischen Ergebnisse ein Lächeln ins Gesicht.

In kurzer Zeit müssen sich die Finalteilnehmer jetzt auf das Endspiel vorbereiten. Tim und Iris werden für verkaufsoffene Sonntage debattieren und Oliver und Mario gegen das Verbot von Dieselfahrzeugen in überlasteten Großstädten.

Dann geht es los: Auch im jeweiligen Finale, die unter anderem vom Landesbeauftragten Herrn Pöppel juriert werden, können unsere Wortkünstler wieder vollends überzeugen…

In beiden Altersklassen Platz eins und drei! Damit schaffen Mario Siegle und Tim Rothärmel sogar den Sprung nach München ins Landesfinale. Herzlichen Glückwunsch!

In tiefem Respekt

Simon Schrodt, 10D

Das intellektuelle Event der Superlative – Die Scheiner-Debatte 2018: Finale

Das intellektuelle Event der Superlative – Die Scheiner-Debatte 2018: Finale

Favoriten setzen sich durch

Wenn der Trubel der Weihnachtszeit vorüber ist und gut ins neue Jahr gerutscht wurde, beginnt eine ganz besondere Zeit, die jährlich erneut mit Sehnsucht erwartet wird. Tage, die das Leben hoher menschlicher Existenz prägen, wie keine anderen. Tage, an denen gekämpft wird bis zum bitteren Ende. Tage, an denen unglaubliche Menschenmaßen zusammenkommen und an den Lippen Einzelner hängen. Nein, die Rede ist nicht vom RTL Dschungelcamp, sondern von einem Event noch bedeutsameren Ausmaßes: Die Scheiner-Debatten.

Am 13. Januar 2018 kam es in der Poterne zum ersten Showdown der einzelnen Mundakrobaten in den Qualifikationsrunden der jeweiligen Altersklassen (Sekundarstufe 1, 8. Jgst. – 9. Jgst. / Sekundarstufe 2, 10. Jgst. – 12. Jgst.).

Am Ende des Tages waren es jedoch nur 8 Debattanten, die die begehrten Final-Tickets ergattern konnten. Iris Seib, Tim Rothärmel, Christopher Fleps und Michael Löffler waren die heldenhaften Gladiatoren, die alle anderen Sprösslinge des „Mittelgewichts“ K.O. debattierten. Im Schwergewicht setzten sich Mario Siegle, Thomas Udvaros, Oliver Ziegler und Sebastian Tschöke durch.

Bereits die Woche darauf war es soweit: Der Mittwoch der Champions – Das Scheiner-Debatten-Finale am 17. Januar in der Fronte. Eine intellektuelle Veranstaltung der Superlative, mit einer Legende, die zurückkehrte: Willi „der Oberpfälzer“ Plankl.

Egal ob Lehrer, Schüler, Debattant oder Fronte-Mitarbeiter, die Mengen verfielen in Ekstase, als der junge, lebhafte Meister die Bühne der Rhetorik betreten hatte. Dementsprechend schwer gestaltete es sich für die Moderatoren Antonia Herbst und Fabian Leicht die tobende Masse zu beruhigen.

Mit Herrn Plankl als Juryvorsitz begann die allersehnte Debatte im „Schwergewicht“ der Klassen 10-12 zur Themenfrage, ob Klassenarbeiten anonymisiert werden sollen. „Eine regelrechte Wortschlacht“, so betitelte Benedikt Hummel, der anonym bleiben will, die freie Aussprache dieser Debatte. Schlussendlich ging Pro-Debattant Mario Siegle als Schulsieger und sein Contra-Gegner Oliver Ziegler als Zweitplatzierter hervor. Somit vertreten beide das CSG in der Sekundarstufe 2 im Regionalfinale am 27. Februar in Ingolstadt am Katherl.

Nun fehlten nur noch die zwei Gewinner der Nachwuchs-Debattanten. In einem dramatischen Schlagabtausch bezüglich eines Smartphone-Führerscheins für Minderjährige gingen Tim Rothärmel und Iris Seib als Sieger hervor.

Das gesamte Christoph-Scheiner-Gymnasium drückt unseren vier Debattanten die Daumen beim Regionalfinale und im weiteren Verlauf des Wettbewerbs. Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Teilnehmer, Juroren und das Orga-Team Debatte.

Besonderer Dank sei an dieser Stelle an unsere Schul- und Regionalkoordinatorin Frau Schrock und die Mutter der Debattenkultur, Frau Schleßing, gerichtet.

Wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Jahr und die nächsten kommenden rhetorischen Glanzleistungen einiger Scheineraner.

„Lang lebe die Debatten-Kultur am CSG.“

Ein Debattenfreund.

Hinter der Debatte – Qualifikation

Hinter der Debatte – Qualifikation

Begonnen hat die Organisation für den Schülerwettbewerb “Jugend debattiert“ vorletzten Dienstag mit einem nicht ausgeschlafenen Team von 12.Klässlern, aber dafür umso motivierteren Schülern der 8. bis 10. Klassen. Wie jedes Jahr wurde eine Routine durchgegangen.

Wer debattiert gegen wen?

Wer darf diese Künste jurieren?

Wen mögen wir am meisten?

Fragen, die alle beantwortet wurden. Diese Erarbeitung zeichnet sich als besonders langwierig heraus, denn wir besitzen zwar die Möglichkeit die ersten beiden dieser Fragen mit einer Software zu lösen, doch erfüllt sie nicht unsere hohen Standards, weshalb wir auf die gute alte Excel-Tabelle zurückgreifen mussten. Zumindest waren Teilnehmer und Juroren nun schön in Kästchen angeordnet. Damit wäre die Arbeit für den Tag eigentlich getan, aber wir entschieden uns dafür, sechzehn 40 Cent teure A3 Blätter per Hand zu beschriften, anstatt unsere schön angelegte Excel-Tabelle auszudrucken. Ein Schelm, wer aufgrund des Zeitaufwands Böses dabei denkt..

Wir hatten allerdings wirklich kaum Zeit diese Mammutaufgabe zu bewältigen, doch mit einer nicht vorhanden 2. Pause konnten wir stolz auf unser letztes kaligraphisches Meisterstück blicken. Für uns ging es dann wieder in den Unterricht, denn nun hieß es bis Freitag abzuwarten.

Am Freitag trafen wir wieder unseren alten Freund: das Zeitproblem. Wir hatten abgemacht, uns um 7:45 Uhr vor der Poterne zu treffen und in 15 Minuten alles aufzubauen. Doch wir hatten eines nicht bedacht. Die Türen werden für jegliche anderen Schüler auch um die gleiche Zeit geöffnet. Daraus resultierte, dass der Raum mit Debattanten und Juroren überfüllt war, bevor die ersten Organisatoren ankamen. Zwar hatte man ihnen gesagt, sie sollten erst um 8:15 Uhr erscheinen, doch anscheinend freuten sie sich so sehr auf die Debatte, dass sie vorzeitig erschienen waren. Es war eine Qual für uns in diesem Chaos Namensschilder zu verteilen und die Räume vorzubereiten, insbesondere da die Masse der Teilnehmer die Tür des Wettbewerbsbüros fast schon verriegelt hatte. Doch trotz aller Hindernisse konnten wir um 8:15 Uhr mit den ersten Debatten beginnen. Die Themen für die Sekundarstufe 1 waren, ob man einen Mofaführerschein schon ab 15 Jahren machen darf und ob die Torlinientechnik im Fußball wieder abgeschafft werden sollte. Das Interesse an diesen Themen auf Seiten des Orga-Teams wurde vom Interesse des traditionellen Kartenspielens um Längen überboten, was man an der vollständigen Besetzung des Wettbewerbbüros erkennen konnte. Iris Seib, Tim Rothärmel, Michael Löffler und Christopher Fleps stellten sich in diesen Debatten als die besten Redner heraus und werden im Finale gegeneinander antreten.

                                 (v.l.n.r.: Michael Löffler 9a, Iris Seib 9c, Christopher Fleps 9b und Tim Rothärmel 9a)

Danach war die Sekundarstufe 2 an der Reihe. Die Themen waren, ob Fastfood an unserer Schulen verboten werden und ob Marihuana und Haschisch legalisiert werden sollte. Das letztere Thema war sogar so spannend, dass sich das Wettbewerbsbüro im Vergleich zur vorherigen Debatte in eine Wüste verwandelte. Wir verfolgten fast alle gespannt diese Debatte, in der unser vermuteter Spitzenkandidat stand. Mario Siegle, Oliver Ziegler, Thomas Udvaros und Sebastian Tschöke waren die besten ihres Jahrgangs. Schön, dass sich wieder bekannte Gesichter unter die Finalisten begeben. Doch schwankte die Stimmung bei dieser Siegerverkündung. Unserem geheimen Spitzenkandidaten aus der 12. Klasse war es nicht gelungen sich zu qualifizieren. Wir waren empört und fragten uns, ob wir falsch investiert hätten. Doch anscheinend war das ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen gewesen. Diese Nachricht beruhigte unsere erhitzten Gemüter wieder.

v.l.n.r.: Sebastian Tschöcke Q11, Thomas Udvaros Q11, Mario Siegle 10d. (Es fehlt – offensichtlich – Oliver Ziegler Q11)

Im Großen und Ganzen waren wir, das Organisationsteam, am Ende des Tages mit unserer Arbeit zufrieden. Damit konnten wir mit kühlen Köpfen die Woche beenden und Energie für das nächste Event tanken: Das FINALE.

Eurer ehemaliger Newsletter Reporter,

Eduard Körn, Q12

Unterricht anders herum

Unterricht anders herum

Schüler des Christoph-Scheiner-Gymnasiums unterrichten ihre Lehrer in der „Königsdisziplin“ der Rhetorik

Ein ungleiches Moderatorenpaar, Anna, die Siebtklässlerin und Franziska, die bald ihr Abitur macht, begrüßt elf Lehrer zur schulinternen Fortbildung „Debatte im Fachunterricht“. Die Besonderheit dabei: Sie wurde von den Schülerinnen und Schülern des Wahlkurses „Debatte und Moderation“ unter der Leitung von Livia Schleßing konzipiert und durchgeführt. Sie beziehen sich dabei auf die Methoden des internationalen Wettbewerbs „Jugend debattiert“ und wie man diese im Fachunterricht einsetzt.
An der Tafel sammeln Lehrer und Schüler, was sie von der Fortbildung erwarten: „Grundregeln lernen“, „Gespräch“, „Anwendung“, „neue Methoden“, „lernen, um Wissen weiterzugeben“ und „Selbstbewusstsein“ steht da. Denn obwohl ebenso gut in Ethik über Sterbehilfe oder in Biologie über Abtreibung diskutiert werden kann, werden normalerweise nur die Deutschlehrer in diesem Fachbereich geschult, die ihr Wissen dann an die Schüler weitergeben. Bei „Jugend debattiert“ beginnt jeder der vier Debattanten die Debatte mit einer zweiminütigen Eröffnungsrede, in der man mit Einstieg, Definition, Maßnahme und den ersten Argumenten das Thema auf den Punkt bringen muss.
„Vorsicht, es herrscht akute Mitmachgefahr“, sagt Moderatorin Franziska anfangs noch mit einem Augenzwinkern. Nachdem die Theorie erklärt ist, ist es soweit: Die Lehrer sollen zu einem Thema aus ihrem Fach eine Eröffnungsrede vorbereiten und halten, die Schüler geben Rückmeldung. Auch das gehört zu „Jugend debattiert“ – die Feedback-Kultur. Als Nächstes kommt der größte Teil einer Debatte – die Freie Aussprache. Um Argumente dafür zu sammeln und ein Thema über Kategorien zu erschließen, gibt es mehrere Übungen. Eine davon ist, sich zu fragen, was ein Minister, sei es beispielsweise im Ressort Umwelt, Bildung oder Arbeit und Soziales, davon halten würde, das Scheiner in ein Lebkuchenhaus umzuwandeln. Zuckerschock, instabile Wände, Touristenattraktion, flexible Klassenzimmer… Ideen gibt es viele.

Auch für dieses Spaßthema werden in Kleingruppen aus Schülern und Lehrern erstaunlich ernst gemeinte Argumente für und gegen die geplante Maßnahme gefunden. Die Schüler zeigen zuerst eine Freie Aussprache, dann dürfen die Lehrer „ran“. Nach kurzem peinlichem Schweigen finden sich schließlich vier Mutige. Nach der Lehrerdebatte und konstruktivem Feedback treten vier Schüler auf, um den letzten Teil einer Debatte vorzuführen – die Schlussrunde. Dabei geht es darum, die vorherige Debatte zusammenzufassen und abzuschließen.
„Wie ein Luftballon, den man aufgeblasen hat und jetzt zuknotet“, ist ein sehr treffender Vergleich von Tim, der Aufbau und Funktion der Schlussrunde erklärt. Jetzt führen vier Schüler wieder eine Freie Aussprache vor und die Lehrer halten die Schlussrunde dazu. „Findest du nicht, dass die eben gehörte Aussprache etwas anders war als die vorherige?“, fragt Franziska ihre Moderationskollegin. Sie bezieht sich darauf, dass die Schüler ganz bewusst Fouls in ihren Redebeiträgen versteckt haben. „Ach Franzi“, antwortet Anna, „du bist schon so lange dabei, dass du das große Ganze aus den Augen verlierst.“ Daraus entwickelt sich ein Streit, bei dem, wie schon in der Aussprache vorhin, möglichst viele Fouls eingebaut werden. Denn auch bei Jugend debattiert gibt es das. Wie man auf Beleidigungen, absichtliches Missverstehen und Unterbrechen reagiert, üben zwei Schüler und zwei Lehrer in einer letzten Debatte. „Böse Buben“ werden als Ankündigung für ein bewusstes Foul auf das Debattenpult gelegt und mit einem „Ass im Ärmel“ geschickt und sachlich gekontert. Der Spaß kommt dabei nicht zu kurz.
Zum Schluss vergleichen die Moderatoren gemeinsam mit den Teilnehmern die Erwartungen vom Beginn des Workshops und sind sich einig: Diese praxisorientierte Fortbildung konnte überzeugen und sorgt demnächst vielleicht in dem einen oder anderen Fach für „Unterricht anders herum“.

Theresia Händeler, 10a