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Kategorie: Fachschaft Sport

Skilager 2020

Skilager 2020

Am Sonntag den 9. Februar um 9:00 Uhr ging es endlich los. Vor den Klassen 7D und 7E lag eine Woche voller Spaß, guter Laune und besonders hervorzuheben, fünf Tage ohne Eltern.  Nach „nur“ 5 Stunden Busfahrt kamen wir endlich im wunderschönen Kärnten, am Fuße des Großglockners, in unserem Domizil, der Pension Bäuerle, in Heiligenblut, an. Nachdem wir unsere Zimmer, die fast alle einen traumhaften Bergblick hatten, bezogen und uns heimisch eingerichtet hatten, trafen wir uns auch schon, um unsere Skier auszuleihen. Ski zu fahren oder es zu lernen war auch das große Ziel dieser Woche. Um am Montag überhaupt auf die Piste zu dürfen, mussten wir nach dem Abendessen in unseren Skigruppen erstmal die Pistenregeln lernen, die viele natürlich schon hervorragend beherrschten. Danach fielen die meisten schon müde in ihre Betten. Am zweiten Tag, dem „sturmfreien Schultag“ für alle Daheimgebliebenen, ging es nach einem leckeren Frühstück direkt auf die Skier. Für die Anfänger auf den Übungshang, für die Fortgeschrittenen mit der Gondel auf den Berg. Schon bald stellten sich die meisten als wirkliche Skiprofis heraus, sodass ein paar Anfänger tatsächlich schon am ersten Tag den Anfängerhang fast ohne Stürze herunterfahren konnten. Am Abend stand noch die Zimmerkontrolle unserer „strengen“ Lehrer an, bei der fast nur „super“ Noten vergeben wurden. (Ich werde diese jetzt nicht erwähnen) Nach einem lustigen Spieleabend war auch schon der zweite Tag vorbei. Am Dienstag fuhren wir natürlich wieder Ski. Ein Teil der Anfänger durfte schon mit auf den Berg fahren. Die anderen blieben unten und lernten weiter brav ihre „Pizza“ und „Pommes“ – Schwünge zu fahren. Am zweiten Abend hatte dann schon jeder Skianfänger den Übungshang gemeistert. Nach einem leckeren Abendessen und einem unterhaltsamen Spieleabend fielen wir müde in die Federn. Am Mittwoch durften alle, auch die Anfänger, mit der Gondel auf den Berg fahren. Auf 1870 m Höhe genossen wir die wirklich wunderschöne und einmalige Aussicht bei blauem Himmel. Ein Teil der Anfänger fuhr nach dem Mittagessen, welches wir täglich um 12 Uhr in unserer Pension bekamen, wieder auf den Berg. Die meisten waren nach dem dritten Tag auf Skiern nämlich schon echte Ski-Profis! Nach dem Abendessen stand wieder die Zimmerkontrolle an, für die sich jeder besonders Mühe gab. Nachdem wir auch diese überstanden hatten, trafen sich alle zum „100 Punktespiel“. Dies machte sehr viel Spaß und gute Laune und weckte auch die „müdesten“ Skihaserl wieder auf.  Leider war am Donnerstag schon der letzte Skifahrtag, den jeder Schüler und auch die Lehrer total genossen. Meine Gruppe und ich machten zum Beispiel eine 1 ¼ Stunden lange Abfahrt aus einer Liftstation, die auf 2470 Meter lag. Das war echt ein mega-tolles Erlebnis! Im Anschluss mussten wir auch leider schon unsere Skier abgeben, was uns alle sehr traurig machte. Zum Glück stand danach noch die Disco, das Abend-Highlight der Woche an, bei der jeder nochmal diese tolle und unvergessliche Woche feierte.

 

Nun war es so weit, die Koffer waren gepackt und schweren Herzens verabschiedeten wir uns alle von unseren Zimmern und dem netten Personal. Nach 8 langen, staureichen Stunden Busfahrt und einem kulinarischen Zwischenstopp bei MCD, kamen wir endlich in Ingolstadt an, wo unsere Eltern uns in die Arme schlossen. Das Skilager war sehr schön, ereignisreich und lustig. Dazu beigetragen haben auch unsere tollen, coolen und tanzfreudigen Sportlehrer, Herr Mücke, Herr Bauer, Herr Götz, Frau Schaffer und Frau Miller, die uns während des Skilagers in allen Belangen hervorragend mit Spaß, Freude und Geduld unterstützt haben. Ich glaube diese wunderbare Klassenfahrt wird noch allen lange im Gedächtnis bleiben!

Viktoria Köcher 7D

                                                                                                  

Zum 10. Mal: Highlight des ersten Halbjahres: Basketball Schüler-gegen-Lehrer

Zum 10. Mal: Highlight des ersten Halbjahres: Basketball Schüler-gegen-Lehrer

Am 20.Dezember jährte es sich zum zehnten Mal: Das Basketball-Spitzentreffen der Lehrer und Schülermannschaft

Im Vorfeld des Spieles wurde auf Seiten der Lehrermannschaft viel gegrübelt. Man machte sich bewusst, dass in den neun bisherigen Partien die Schüler achtmal unterlegen waren – davon die letzten fünf Mal in Folge. Das Pädagogenherz war von Gewissensbissen geplagt. Verzweifelt hörte man die Lehrer klagen: „wie soll man denn hier den Spagat zwischen sportlicher Höchstleistung und pädagogischen Anspruch schaffen?“

Doch die Entscheidung fiel den Lehrern diesmal nicht schwer: Um nicht den Status der guten Pädagogen oder gar die Jobs aufs Spiel zu setzen, musste dieses Jahr ein verändertes Konzept her.

In mühevoller Kleinarbeit würden die Stärken der Lehrermannschaft auch mit Hilfe einer Profi-Trainerin aus den USA schonungslos aufgedeckt und analysiert, mit dem Ergebnis: zu gutes Pass- und Dribbelspiel, Teamplay zu ausgeprägt, Trefferquoten mit 97% deutlich zu hoch. So machten sich die Lehrer ans intensive Training von Schritt- und Dribbelfehlern, drillartiges Einüben von sturen Einzelaktionen und – am anspruchsvollsten – das Vorbeiwerfen am Korb.

Von Anfang an zeigte sich deutlich, dass die gewohnte Souveränität kaum abzutrainieren war, aber immer wieder drangen Lichtblicke und kleine Erfolge ans Tageslicht. So gelang Herrn Bauer am 24. September der erste Fehlwurf. Andere Lehrer konnten schon bald nachziehen. Am hartnäckigsten traf jedoch noch Frau Schaffer, der die Umstellung auf die „pädagogische Spielweise“ besonders schwer fiel.

Doch das harte Training sollte sich schon bald auszahlen: Es kam der Tag der Entscheidung: „Triumph oder Jobs“

Die Schüler zeigten sich zu Spielbeginn wie gewohnt hochmotiviert bis in die Haarspitzen. Die Lehrer angespannt, ob der neuen Zielrichtung. Die ersten Minuten waren geprägt von Hektik und übermäßig körperbetonter Spielweise. Die Lehrer schafften es bisweilen nicht, ihr konzentriertes Vorbeiwerfen durchzusetzen und immer wieder fand der Ball den Weg in den Korb anstelle daneben. Kollege Lindhorst agierte dabei besonders unglücklich, da er den Ball in der Anfangsphase besonders oft einnetzte. Frau Zeis, Herr Bauer und vor allem Herr Mücke zeigten mit diversen Fehlwürfen ihr Können und konnten den Korbdrang von Götz und Lindhorst kompensieren. So ging man erleichtert mit einer nur hauchdünnen 18:14 Führung für die Schüler in die Halbzeitpause.

Die fulminante Halbzeitshow von Mädchen den Klassen 6a, 6b, 6c und 6e begeisterte die rund 300 Zuschauer. Der Applaus für Frau Schaffer und ihre Schülerinnen war gigantisch.

Eingeschworen von Coach Jessy Miller gingen die Lehrer in die zweite Halbzeit. Jetzt ging ihr Konzept auf. Die Lehrer setzten nun gewissenhafter ihre Einzelaktionen, ihr mangelhaftes Teamplay und ihre Fehlwürfe geschickt in Szene. Auf der anderen Seite wurden den Spielern der Schülermannschaft deutlich mehr Räume gelassen. So konnten Beerlage, Lesinski, Mekic und Hot Gottseidank zu Treffern gezwungen werden. Lediglich vereinzelt fielen die Lehrer in alte Muster zurück, was jedoch auf das Ergebnis zum Glück nur noch wenig Einfluss hatte.

So reckten zum ersten Mal beim Schlusspfiff beim Stande von 44:38 für die Schüler beide Mannschaften die Fäuste in die Höhe. Die Schüler wegen ihres Sieges, die Lehrer wegen ihrer triumphalen Umsetzung des pädagogischen Auftrages. Man konnte die hart erkämpften Früchte des Trainings tatsächlich ernten!

Die Schüler zeigten zur Freude der allermeisten Zuschauer mit Abstand die seit Jahren beste und souveränste Leistung, spielten auf allen Positionen hochklassigen Basketball und gewannen dem Spielverlauf entsprechend hochverdient gegen die Lehrer.

Welch eine Werbung für den Basketballsport! Und was für eine gigantische Win-Win-Situation!

Gleichermaßen froh über den Spielausgang, war man auf Lehrerseite erleichtert, das harte und ungewohnte Training jetzt ad acta zu legen. Die Vorzeigepädagogen atmeten spürbar auf: „Jetzt können wir beruhigt wieder fünf Jahre in Folge gewinnen, ohne dass uns jemand schlechte Pädagogen nennt. Und wenn es wiedermal notwendig wird zu beweisen, dass wir auch verlieren können, dann wissen wir zu welcher ungeahnter Leistung wir fähig sind.“

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Beste Werfer: Beerlage (12), Lesinski (11), Mekic (10), Hot (7)

Schlechteste Vorbeiwerfer: Lindhorst (14), Mücke (12), Zeis (5)

Peter Mücke

P-Seminar Sport : Alpencross 2019

P-Seminar Sport : Alpencross 2019

Das Ziel der diesjährigen Alpenüberquerung – die drei Zinnen in Italien. Doch um dies zu erreichen, hatten die Sportler und Sportlerinnen noch viel vor sich. Während der Routenplanung merkten die Schüler schnell, dass es schwieriger als erwartet war. Schließlich nach einigen Versuchen einigten sich die Schüler auf eine sechstägige Route von Berchtesgaden bis zu den drei Zinnen. Nach der Zusage der Direktorin, versuchten die Schüler mit Sponsoren Kontakt aufzunehmen, die sie bei der Bewältigung der Alpenüberquerung unterstützen könnten. Dabei erklärten sich folgende Sponsoren, sich bereitzustellen: Sport IN, Decathlon, Raiffeisenbank und ein paar andere. Vor der Hauptwanderung hat das P-Seminar noch einen Kuchenverkauf sowie einen Tapingkurs zu organisieren, und kleine Probewanderung im Altmühltal zu meistern. Nach der langen und mühsamen Vorbereitung hat sich die Sportgruppe auf den Weg gemacht. Am Mittwoch den 17.07.2019 starteten wir unsere Reise vom Hauptbahnhof in Richtung Berchtesgaden. Nach der vierstündigen Zugfahrt sind wir in unserem Hostel angekommen. Am nächsten Morgen nahmen wir den Bus Richtung Königssee. Diesen überquerten wir mit einem Elektroboot. Anschließend machten wir uns auf eine sechsstündige Wanderung bis zum Ingolstädter Haus. Es hat sich als die schwerste Etappe der sechs herausgestellt. Am Tag 3 war die Trauneralm das Ziel. Dabei mussten wir 7 Stunden wandern, 350m hinauf und 1010m bergab gehen. Nach einem stärkenden Frühstück in der gastfreundlichen Trauneralm starten wir unsere fünfstündige Tour zum Glocknerhaus. Das Schwierige an dieser Etappe war, dass wir ein Schneefeld hochlaufen mussten. Am fünften Tag hat die längste Strecke auf uns gewartet. Nach sechs Stunden wandern mit einigen Pausen und etwas Hilfe einer Busfahrt erreichten wir das Hotel Sportland in Unterpeischlach. Tag sechs begann dann wieder mit einer Busfahrt zum Osttiroler Bahnhof. Von hier aus ging es mit dem Zug nach Vierschach, wo schließlich unsere Wanderung für den Tag begann. Die kurze, aber schöne Etappe endete an der Dreischusterhütte, wo wir unsere letzte Übernachtung hatten. Wir beendeten unsere Wanderung mit dem Highlight der Route am siebten Tag. Es ging nämlich für uns von der Dreischusterhütte zu den Drei Zinnen. Um die attraktive Umgebung noch genauer betrachten zu können, wanderten wir am Panoramaweg der Drei Zinnen vorbei, bis wir schließlich bei der Auronzo Hütte ankamen. Von dort aus fuhren wir mit dem Zug nach Ingolstadt wieder zurück.

 

 Nach der großen Wanderung organisierten wir im September im DAV Kletterzentrum eine Infoveranstaltung, wo wir unsere Reise präsentierten und von unseren Eindrücken und Erlebnissen berichteten. Außerdem möchten wir, das P-Seminar Sport, uns bei allen nochmals bedanken, die uns vor, danach sowie während der Wanderung unterstützt haben.

Skikurs der Klassen 7A und 7F

Skikurs der Klassen 7A und 7F

Schon wochenlang freuten wir, die Schülerinnen und Schüler der 7A und F, uns auf den 17.03.2019. An diesem Sonntag begann nämlich unser Skilager in Pfunds. Um 10 Uhr stiegen wir aufgeregt in den Bus und kamen nach 4,5 Stunden Busfahren endlich in der Pension „Schöne Aussicht“ an. Die Fahrt verlief sehr gut und gleich nach der Ankunft wurden wir in unsere Zimmer gelassen, um unsere Koffer auszupacken. Als wir gespannt die Zimmertür öffneten, wurden wir von den schönen und großen Zimmern positiv überrascht. Jedes Zimmer hatte ein eigenes Bad du sogar einen Fernseher! Bis 16 Uhr hatten wir dann Zeit die Zimmer zu beziehen und uns ein wenig einzuleben. Danach haben wir mit den Lehrern einen Spaziergang durch Pfunds gemacht, um den Ort besser kennenzulernen. Es war sehr schön, da Pfunds inmitten von vielen bergen liegt und man dort einen tollen Ausblick auf die Natur hat. Um 18 Uhr gab es das Abendessen und gleich danach wurden uns einige Regeln für das Skifahren und das Leben in der Pension erklärt. 

Am nächsten Tag gingen wir gleich nach dem Frühstück um 8:00 Uhr endlich Skifahren. Wir Schüler wurden in Gruppen von 1 bis 5 eingeteilt. Gruppe 1 war für die Profi Skifahrer, Gruppe 2 für Fortgeschrittene und die Gruppen 3-5 für Anfänger. Anfangs war das Skifahren ein wenig anstrengend, da die Skischuhe ziemlich drückten, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und es macht total Spaß. Zum Mittagessen trafen wir uns alle dann auf der Hütte, eine Gaststätte auf der Spitze des Berges. Nach dem Essen fuhren wir noch weiter Ski bis der Skibus uns um ca. 15 Uhr abholte. In der Pension angekommen, hatten wir bis zum Abendessen Freizeit und danach wurden die Zimmer kontrolliert. Keiner hätte gedacht wie streng die Zimmer bewertet werden und so kam es dazu, dass die meisten Zimmer eine 4 oder 5 als Note bekamen. Aber statt uns entmutigen zu lassen, gaben wir an den restlichen Tagen unser Bestes, was sich an den Noten zeigte, die wir an den restlichen Tagen hatten. Um 21:30 Uhr war dann Bettruhe und weil uns das Skifahren so viel Energie gekostet hat, schliefen wir relativ schnell ein. 

An den nächsten zwei Skitagen fuhren wir in ein Skigebiet in Italien. Dort lief alles sehr ähnlich wie im vorherigen Skigebiet „Nauders“ ab. So vergingen die Tage schnell und es begann der letzte Tag. An diesem Skitag waren wir wieder in Nauders. Alle genossen das letzte Mal Skifahren in den Gruppen und waren traurig, als es vorbei war und wir mit dem Skibus zurück in die Pension fuhren. Diese Trauer legte sich aber schnell, da am Abend eine Party stattfand. Mit guter Musik und unserem coolen DJ Agricola wurde es ein schöner letzter Abend. 

Uns Schülern hat diese Skiwoche sehr gefallen und wir alle haben viele tolle Erlebnisse erlebt und durch das Skifahren in Gruppen unsere Gemeinschaft gestärkt.

Timea Jarosch (7A) 

Skifoan is des leiwandste…

Skifoan is des leiwandste…

Jedes Jahr aufs Neue starten im Herbst die Planungen für den Schulskikurs. Irgendwie freuen sich ja alle Schüler auf die schulfreie Woche, fast alle auf das Wegfahren an sich, zumindest die Skifahrer unter den 7.-Klässlern auf eben das Skifahren und so mancher auf die unbekannte Herausforderung. Dennoch bleiben einige bis zuletzt durchaus skeptisch hinsichtlich der Überlegung, ob diese Sportart (und dann auch noch für eine ganze Woche!) für sie wirklich das richtige ist…?

Glücklicherweise können aber alle Bedenken meist schon nach dem ersten Tag durch den Zauber der Wintersportwoche zerstreut werden!

Dieses Jahr waren die Klassen 7b, c, d und e vom 10. bis 15. Februar 2019 in einem der schönsten und größten Skigebiete Österreichs: in Saalbach-Hinterglemm. Und das in einer tollen Unterkunft, bei traumhaften Schneebedingungen und zwei Tagen herrlichem Sonnenschein – was will man mehr? So konnten auch nicht nur die bereits erfahrenen Skifahrer sondern auch alle Anfänger unter unseren 93 Schülerinnen und Schülern am Freitag ihren Eltern freudestrahlend erzählen, welch grandioses Erlebnis es ist, auf rund 2.500 Metern Höhe in der frischen Luft durch den Schnee zu gleiten!

Die Abende waren geprägt von Spaß und guter Laune – sei es beim gemeinsamen Spieleabend, dem legendären 100-Punkte-Spiel oder in der Disco, bei der DJ „Agricola“ wieder einmal einen grandiosen und exklusiven Starauftritt lieferte! Bei der traditionellen „Zimmer-Rallye“ legten sich alle sehr ins Zeug und es konnte nach vier Kontrollabenden auch ein ansprechendes Durchschnitts-Notenergebnis von 3,8 erzielt werden!

Die allgemeinen Bildungsziele des bayerischen Gymnasiallehrplans können wohl mit kaum einer Schulveranstaltung so kompakt und schülerintrinsisch vermittelt werden, wie mit der Schulskikurswoche, von der jedes Jahr auch die Abiturjahrgänge bei ihrer Verabschiedung noch als prägendstes Erlebnis ihrer Schülerlaufbahn sprechen:

Bildung einer jahrgangsübergreifenden Gemeinschaft; gegenseitiger Respekt und Unterstützung der „Neuen“ oder derjenigen, die sich noch nicht so sicher fühlen; eigene Motivation, täglich an seine körperlichen Grenzen zu gehen; ein besonderes Erlebnis der (freiwilligen!) sportlichen Betätigung in und mit der Natur; ein grandioses Erfolgserlebnis bezüglich der eigenen Fortschritte (vor allem bei den Anfängern, die alle spätestens am letzten Tag die Grundlagen des Skifahrens beherrscht haben); fachunabhängiges Lernen am außerschulischen Lernort; und vieles mehr!

Bilder sagen dennoch mehr als tausend Worte – deshalb: „Film ab“!

Ute Badum
(im Namen des Saalbach-Teams)

Das gab’s noch nie: CSG-Basketballer gewinnen Oberbayerische Meisterschaft

Das gab’s noch nie: CSG-Basketballer gewinnen Oberbayerische Meisterschaft

In drei packenden Turnierspielen gewinnen die Basketballer der Altersklasse III (Jahrgänge 04/05) zum ersten Mal überhaupt den lang ersehnten Titel des Oberbayerischen Meisters.

Acht Basketballer aus den  7., 8. und 9. Jahrgangsstufen traten am 31.1. zu Hause in Ingolstadt zum Bezirksentscheid an. Sie trafen auf die Teams der Gymnasien aus Dießen, Kirchseeon und Rosenheim. Nachdem Dießen mit 51:23 und Kirchseeon mit 49:34 trotz einiger Unkonzentriertheiten  auf dem Spielfeld gefahrlos besiegt wurden, stand das Finale gegen das Finsterwald Gymnasium Rosenheim an. Das Finsterwald-Gymnasium aus Rosenheim, das ein schulisches Leistungszentrum für Basketball ist, hatte bis zu diesem Zeitpunkt auch beide Spiele gewonnen und ging hochmotiviert in das Spiel. In der ersten Halbzeit zeigten die Scheiner-Jungs einen sehr konzentrierten Auftritt, auf bisher nie da gewesenem Niveau und führten bis kurz vor dem Halbzeitpfiff mit 29:0. Die grandiose Mannschaftsleistung, das Reboundverhalten und die Defense ließen den Gegnern bis dato nicht den Hauch einer Chance. Die Halbzeit endete schließlich 23:6 für das CSG. In der zweiten Hälfte schlichen sich ob der deutlichen Führung vermehrt Nachlässigkeiten ein, doch konnte der Sieg gefahrlos und dominant nach Hause gebracht werden. Beim Stande von 51:25 endete das Spiel und Coach Gerhard März feierte kurz vor deiner Pensionierung den bisher größten Erfolg einer Scheiner-Basketballmannschaft. Die Scheiner-Basketballer haben sich nun erstmals für das Qualifikationsturnier Südbayern, das bis 25.2. gespielt werden muss, qualifiziert.

 

Beste Werfer:   Willi Eisenbraun (9b)        50 Punkte

                            Robert Rosenbaum (8b)    29 Punkte

                            Luca Wild (8b)                  28 Punkte

                            Fabian Göbel (9c)              23 Punkte

                            Dzemil Hot (8b)                16 Punkte

 

Peter Mücke

Schüler erneut rasiert

Schüler erneut rasiert

Beim diesjährigen Schüler Lehrer Spiel, dass traditionsgemäß die Weihnachtsferien einläutet, kamen die Schüler wieder einmal schwer unter die Räder. Schon Wochen vorher wurden Wortgefechte auf höchstem Niveau geführt. Die Schüler schienen sogar Zusatzqualifikationen aus dem Frisörhandwerk zu absolvieren. O-Ton „Dieses Jahr rasieren wir die Lehrer aber so richtig!“

Die Lehrer waren dieses Jahr zwar dezimiert, aber besonders motiviert und trainierten schon Monate vorher konzentriert und ehrgeizig unter der strengen Aufsicht von Technik- und Motivations-Coach Herrn Bauer im Lehrersport. Auch die Ernährungsumstellung  während der schweißtreibenden Trainingsphase machte sich bei so manchem Kollegen bezahlt.  Die Schüler hingegen ließen es betont locker angehen und trafen sich nur wenige Male zum gemeinsamen Training.

Nach dem intensiven Aufwärmen auf beiden Seiten fand der spektakuläre Einlauf beider Mannschaften statt, bei dem vor allem für die Lehrermannschaft ein besonders heftiger Applaus von den Zuschauern zu vernehmen war: sogar von Hysterieanfällen war im Nachhinein die Rede.

Das Spiel begann auf beiden Seiten hektisch und körperbetont. Die Schüler starteten furios und der exzellent aufgelegte David L. brachte gleich einmal einen 3-Punkte-Wurf ins Ziel. Danach verloren die Schüler aber etwas den Faden, was die Lehrer wiederum zu ihren Gunsten nutzen. Nach einigen frühen Anweisungen von Taktik-Fuchs Gerhard März ergab sich ein offener Schlagabtausch, bei dem mehr und mehr die hervorragende Abwehrarbeit der Lehrer den Schülern das Punkten schwer machte. Gegen die einstudierten Spielzüge der Lehrer und die somit auch sehr dominante Offensive fand das Gegnerteam mit fortschreitender Spieldauer kein Gegenmittel mehr. So  punkteten beispielsweise  auch Überraschungsneuzugänge wie Herr Kellerer oder Herr Wegmann in dieser Phase nach Belieben. Die Lehrer behaupteten folglich mühelos das Spiel und ihre verdiente 2-Punkte-Führung.

Schließlich verhinderte die Halbzeitpause erst einmal Schlimmeres für die Schüler. Das Halbzeitprogramm gestaltete Frau Kohndrow zusammen mit ihrem Gymnastik/Tanz Kurs und mit Unterstufenschülern aus dem Hip-Hop-Kurs mit spektakulären Choreographien, welche die Zuschauermenge regelrecht begeisterte.

Die zweite Hälfte begann mit etwas Verzögerung, weil die Schülermannschaft sich anfangs nicht sicher war, ob ein Weitermachen gegen diese Übermannschaft überhaupt noch Sinn ergebe.  Man entschied sich dann, auf den Platz zurückzukehren und noch einmal alles zu versuchen.

Doch das anfängliche Aufbäumen der Schüler wurde recht schnell im Keim erstickt, die Lehrer zeigten sich wie immer gnadenlos und der Punkteabstand wurde sogar auf 3 Punkte ausgebaut. Das Training und die Spielerfahrung der Lehrer machte es sogar möglich, dass sich Spieler wie Kohndrow, Bauer oder Kellerer eine Pause auf der Bank gönnen konnte. In der Schlussphase fanden immerhin einige Verzweiflungswürfe der Schüler ihr Ziel, so dass diese bis zum Schlusspfiff den 3-Punkte-Rückstand auf die Lehrer halten konnten.

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Schüler reichlich Pech hatten an diesem Tag. Viele aussichtsreiche Würfe verfehlten knapp das Ziel und auch mit der einen oder anderen Schiedsrichter-Entscheidung haderten die Spieler.  Trotzdem feierten am Ende einmal mehr völlig zurecht die Lehrer. Nach zweimal 25 min durchlaufender Zeit endete mit 32:29 dieses tolle Spiel, das allen Beteiligten auf und neben dem Court wieder viel Spaß gemacht hat. An dieser Stelle auch nochmal Dank an die professionellen Schiedsrichter, das Technik-Team und die Kampfrichter.

Das Basketball-Lehrer-Team

Das CSG-Basketball-Turnier

Das CSG-Basketball-Turnier

Endlich, am 19. Und 20. Dezember fand wieder das lang ersehnte traditionsreiche Basketball-Turnier der 5. bis 8. Klassen statt. Da dieses Jahr 13 Mannschaften aus der 5. Jahrgangsstufe gemeldet waren, wurde der komplette Mittwoch für  die Austragung des 5.Klass-Turniers reserviert.

19.12.18: Turnier der 5. Klassen:

Sowohl die Mädchen- als auch die Jungsmannschaften lieferten sich heiße und auch knappe Kämpfe um jeden Korb. Die Stimmung hätte nicht besser sein können.

Erst nachdem bei den Jungen jede Mannschaft 6 Spiele absolviert hatte, könnten die Platzierungen festgelegt werden: Während die 5c am Ende ohne Niederlage vor der 5d den ersten Platz erreichte, waren gleich drei Mannschaften punktgleich. Also musste die Korbdifferenz entscheiden: So erreichte die 5c den dritten, die 5b den vierten und die 5a den fünften Platz. Das Nachsehen hatten trotz starker Leistung und viel Kampfeswillen die Klasse 5g auf Platz 6 und die Klasse 5f auf Rang 7.

Bei den Mädchen erreichte die gekoppelte Klasse aus 5 b und e den souveränen ersten Platz. Gefolgt von 5g und 5c auf den Rängen zwei und drei. Auch hier lagen die Klassenergebnisse sehr eng zusammen. Die Plätze vier, fünf und sechs gingen an die 5d, 5f und 5a.

20.12.18: Turnier der 6., 7. und 8. Klassen:

Auch am Donnerstag bebten die Sporthallen bei den engagierten Leistungen der Klassenteams:

Ergebnisse der Mädchen:

  1. Jahrgangsstufe:  1. Platz: 6d 2. Platz: 6b 3. Platz: 6c
  2. Jahrgangsstufe:  1. Platz: 7b 2. Platz: 7c 3. Platz: 7ef  4. Platz: 7d
  3. Jahrgangsstufe:  1. Platz: 8d 2. Platz: 8ab

Ergebnisse der Jungen:

  1. Jahrgangsstufe:  1. Platz: 6d 2. Platz: 6b 3. Platz: 6c       4. Platz: 6e       5. Platz 6a
  2. Jahrgangsstufe:  1. Platz: 7e 2. Platz: 7c 3. Platz: 7f        4. Platz: 7b       5. Platz 7a
  3. Jahrgangsstufe:  1. Platz: 8b (es hat sich kein anderes Team getraut gegen die 8b anzutreten)

Nach zwei Turniertagen mit insgesamt 32 Mannschaften, die zusammen 66 Spiele bestritten, bedankt sich die Fachschaft Sport bei allen Basketballern für die engagierte und faire Teilnahme am Turnier, bei allen Helfern und Schiedsrichtern aus den höheren Jahrgangsstufen und bei allen Sportlehrern für die Durchführung dieses tollen Turniers!

Peter Mücke

2. Platz beim Basketball-Stadtfinale der Jungen II

2. Platz beim Basketball-Stadtfinale der Jungen II

Nach dem letztjährigen Erreichen des Oberbayerischen Finales, bei dem man knapp von Teams geschlagen wurde, die zum Teil Nationalspieler in ihren Reihen hatten, setzte sich das Scheiner-Team im Vorfeld das Ziel, erneut dieses Finale zu erreichen. Aufgrund von Verlusten wichtiger Spieler, wie David L. oder Armin M. (zu alt), musste das Team von Großmeister und Head-Coach Mücke, angeführt von Captain Faris H., gegen die Ickstatt-Realschule und gegen die Fronhofer-Realschule ran. Den Scheiner-Jungs war im Vorhinein schon klar, dass diese Aufgabe nicht einfach zu bewältigen sein würde und deshalb ging man mit viel Mut und ganzem Herzen in die Partie. Coach Mücke wollte nichts riskieren und schickte mit Trung P., Willi E., Lennart B., Rinor D. und Captain Faris H. die beste Aufstellung auf das Feld, welche das Scheiner derzeit zu bieten hat. Zuerst mussten die CSGler gegen die Ickstätter ran, doch man wurde schnell von einer starken Mannschaft, angeführt von Ex-Bayern München Spieler Daniel V. überrollt und man holte sich nach 20 min Spielzeit gleich die erste Klatsche. Bei der zweiten Partie gegen die Fronhofer Realschule war klar: ein Sieg muss her! Deshalb übergab Coach Mücke trotz herausragendem Coaching die Spiel-Verantwortung an den beherzt auftretenden Captain Faris H. Dieser ergriff direkt die Initiative und änderte experimentierfreudig die Startaufstellung ein klein wenig: Trung P. spielte von nun an als Center und war für das Rebounding zuständig und Faris H. hatte die Aufgabe als Aufbauspieler aufzulaufen. Schnell war klar: Die Taktik klappt perfekt! Trung P. fiel besonders beim Rebounding auf, Willi E. und Lennart B. dominierten die Partie durch starkes Durchziehen, Rinor D. zeigte wieder, was in ihm steckt und ballerte Dreier nach Dreier rein (weswegen er sich zur Belohnung auch direkt auf der Ersatzbank ausruhen durfte). Faris H. überzeugte mit seinem tollen Überblick und den professionellen Pässen, welche jedoch Assist-Killer und 6th-Man Batu-Can A. nicht verwerten konnte. Michael L. und Christopher F. überzeugten vor allem mit der starken Defense auf dem Feld. So gelang dem Team von Coach Mücke ein 84-19 Sieg nach nur 20 Minuten und ein trotz allem bärenstarker 2. Platz beim diesjährigem Stadtfinale.

 

Obwohl diesmal die Qualifikation zur Oberbayerischen Meisterschaft nicht mehr möglich ist, konnte sich das Team auf der Heimfahrt trösten: Die angestrebte Vizemeisterschaft beim kommenden Schüler-Lehrer-Basketballspiel dürfte dieses Jahr den Schülern nicht zu nehmen sein.

Faris Hot

Vortrag von Prof. Weineck: Ein mitreißendes Plädoyer für mehr Bewegung in Freizeit, Schule und Schulsport

Vortrag von Prof. Weineck: Ein mitreißendes Plädoyer für mehr Bewegung in Freizeit, Schule und Schulsport

Ein glücklicher Tag für den Sport am CSG: Prof. Weineck – eine weltweite Legende der Sportwissenschaft fand am 15.11.18 den Weg ans CSG und hielt einen fulminanten Vortrag zum Thema „Bewegung ist nicht nur gesund, sondern macht auch klüger!“

Er hat jeden deutschen Sportstudenten und Sport-Additumsschüler während der Ausbildung begleitet: Prof. Dr. Dr. Dr. Jürgen Weineck ist der Autor zahlreicher sportwissenschaftlicher Veröffentlichungen und Lehrbücher, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden und global zur Standardliteratur für Sportwissenschaften gehören. Er zählt weltweit zur absoluten Prominenz und Koryphäe in diesem Bereich. Wir am Scheiner hatten die große Ehre für 90 Minuten seinen fundierten Ausführungen zu lauschen. Zahlreiche Oberstufen-Schüler, Sportlehrer vom CSG und auch die anderen Ingolstädter Gymnasien sowie diverse interessierte Eltern unserer Schüler fanden sich in der Pausenhalle ein.

Prof. Weineck beschrieb facettenreich, untermauert durch zahlreiche Studien, den ungeheuren Gewinn für Körper und Geist, den Sporttreiben mit sich bringt. Als Steinzeitmenschen waren wir es gewohnt bis zu 40 km pro Tag zurückzulegen, heute im Zeitalter des Sitzens in der Schule, vor dem Fernseher, vor der Spielkonsole oder dem Computer sind es gerade einmal 2 km. Dass sich das negativ auf unseren Körper und Geist auswirken muss, war wohl jedem im Publikum schon vorher bekannt, aber welch einfache Mittel wir haben, um hier entgegenzuwirken, dies schilderte Prof. Weineck in seiner typischen motivierenden und unnachahmlichen Art.

„80% der übergewichtigen Jugendlichen werden später übergewichtige Erwachsene sein“

So sind etwa 99% der Osteoporose-Erkrankungen (Knochenschwund) durch fehlende oder unzureichende Bewegung zurückzuführen. Auch die Thesen „80% der Kinder von sportlich inaktiven Eltern werden selbst inaktiv sein“ oder  „80% der übergewichtigen Jugendlichen werden später übergewichtige Erwachsene sein“ unterstreicht die zentrale Wichtigkeit des Sports in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Dem Gesundheitssystem kostet der gesellschaftliche Bewegungsmangel Milliarden, verursacht durch Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Diabetes und Osteoporose. Alles Krankheiten, die in den allermeisten Fällen durch ein Mindestmaß an Bewegung zum Nulltarif zu vermeiden gewesen wären, wenn die sportive Prävention früh genug in der Erziehung stattgefunden hätte. Kinder lernen durch ihre Vorbilder, in der Regel ihre Eltern. Wenn diese jedoch den Alltag faul, sitzend, Fernseh-schauend verbringen, braucht es den Sportunterricht umso dringender, um vielerlei Bewegungsangebote und sportliche Vorbilder zu schaffen.

„Keine psychologische Behandlung kann das erreichen, was Sport schafft.“

Neben den körperlichen Folgekrankheiten, welche durch Bewegungsmangel entstehen, ließen sich auch viele Formen von Depressionen und anderer psychischen Störungen durch Sporttreiben präventiv verhindern. Sport unterstützt umfassend die psychische Entwicklung eines Heranwachsenden, aber auch dessen psychosoziale Kompetenz. So kann laut Weineck keine psychologische Behandlung das erreichen, was Sporttreiben schafft.

Im Sport haben oft kleine Erfolge eine ungeheure Wirkung auf das Selbstwertgefühl eines Kindes. Prof. Weineck unterstreicht diese These mit einem Videobeitrag, in dem ein ca. 10 jähriges Kind spektakulär von einem Spielplatz-Klettergerät springt und anschließend mit euphorischem Gesichtsausdruck in die Kamera strahlt. Augenzwinkernd stellt Prof. Weineck dem Publikum die rhetorische Frage „Haben Sie diese Euphorie schon einmal in einem Lateinunterricht gesehen? – Das kann nur der Sport bieten!“ In diesem Zusammenhang prangert der Redner den Ausfall von Sportstunden im Schulalltag an: „Sport ist das Fach, das am ehesten gestrichen wird und am öftesten ausfällt, wenngleich es das wichtigste für die Gehirnentwicklung eines Schüler ist – ein Skandal!“

Regelmäßiges Sporttreiben stellt die absolute Basis der allgemeinen psychophysischen Gesundheit dar und ist durch nichts zu ersetzen.

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, ließ Prof. Weineck das gesamte Publikum während des gesamten Vortrags im Abstand von 15 – 20 min aufstehen und Hüpf- und Bewegungsvarianten durchführen. Den positiven Effekt erhöhter Aufmerksamkeit und exzellenter Stimmung spürte unmittelbar jeder einzelne.

„Jeder Mensch hat einen bestimmten IQ, doch man wird klüger und noch klüger, wenn man Sport treibt. Keine Mathe-, Latein- oder Deutschstunde kann auch nur eine Viertelstunde Sport ersetzen.“

Später ging der Redner auf den Zusammenhang von kognitiven Leistungen, also Denk- und Lernprozesse und dem Sporttreiben ein. Dazu zeigte er beispielsweise schematische Bilder, bei denen der große Unterschied von der Durchblutung eines Gehirns in Ruhe, im Vergleich zu der Zeit nach einer kurzen Bewegungseinheit deutlich wird. Die Denk- und Gedächtnisleistung steigt rapide an, wenn infolge von Sporttreiben der gesamte Organismus und somit das Gehirn massiv durchblutet werden. Zwillingsforschung in Finnland hat nachgewiesen, dass Sport nachhaltig die synaptische Vernetzung im Gehirn um ein Vielfaches steigert und optimiert, das schafft sonst nicht annähernd eine andere Beschäftigung des Geistes. Wer regelmäßig Sport treibt wird nachweislich klüger – in der  Praxis empfiehlt der Sport-Experte unter anderem vor, während und nach dem Unterricht kurze Bewegungseinheiten zu absolvieren. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche bei der häuslichen Vorbereitung: Das Sitzen soll regelmäßig durch Springen, Laufen, Seilhüpfen, Jonglieren oder andere Bewegungsaufgaben unterbrochen werden, um effektiv und nachhaltig zu lernen. Überraschend ist auch eine vorgestellte Untersuchung: Während die durchschnittliche Anzahl der Unterrichtsstörungen vor einer Sportstunde etwa 120 beträgt, so ergaben die Umfragen, dass in der Folgestunde nach Sport die Störungen auf nur etwa 20 sinken – ein Rückgang von 84%! Was bedeutet, dass neben den Denkleistungen und auch das Unterrichtsklima entsprechend positiv beeinflusst wird.

„Gleich ab morgen kommen Sie zu Fuß oder mit dem Rad in die Schule!“

Als Fazit wäre zu nennen: Sport, der Spaß macht, egal in welcher Form unterstützt in herausragender Weise die Funktion aller Körperorgane und insbesondere die Entwicklung des Gehirns. Spielsportarten erhöhen die Anzahl der Gehirnzellen und trainieren die gewinnbringenden Vernetzungen im Gehirn in besonderer Weise. Sport sollte überall da, wo es möglich ist, in den Alltag integriert werden: Zum Beispiel Auto stehen lassen – alle kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolvieren.

Mit einem süffisanten Appell, der sinngemäß ausdrückte: „Gleich morgen kommen alle mit dem Rad in die Schule!“ beendete Prof. Weineck seinen mitreißenden Vortrag nach 90 Minuten, begleitet von tosendem Applaus. Dabei hinterließ er etwa 180 begeisterte Zuhörer, die wohl zukünftig Sport in einem ganz neuen Licht sehen werden!

Prof. Weineck stellte in Aussicht in etwa fünf Jahren erneut zu uns ans Scheiner zu kommen. Wer ihn dieses Mal verpasst hat, hat also dann erneut die Chance diese überaus wertvollen Informationen aus erster Hand zu erfahren.

Peter Mücke