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Schlagwort: Austausch

Scheiner goes China – Schüleraustausch mit Foshan

Scheiner goes China – Schüleraustausch mit Foshan

Für uns 18 Schüler und die Lehrer Herr Schmucker, Herr Mücke und Frau Cheng ging es am 10. März 2018 für 15 Tage in das Reich der Mitte. Nach knapp 11 Stunden Flug und einer holprigen Busfahrt kamen wir nach fast 24 Stunden Reise an unserer Partnerschule „Foshan High School No. 1“ an. Wir wurden mehr als herzlich empfangen und bekamen unsere ersten Eindrücke in den Familien und von der Schule. Eine Woche voller neuer Eindrücke wartete auf uns. Unterrichtsbesuche, Ausflüge oder Aktionen mit Schülern – für jeden war etwas Interessantes dabei. Unter anderem der Kontakt mit Schülern aus Tibet war für die Gruppe ein besonderes Erlebnis der ersten Woche. China hielt viele Überraschungen und neue Eindrücke für uns parat, wie z.B.  Tempelanlagen, eine Kung-Fu-Show und außergewöhnliches Essen. Nach der ersten Woche, die wir bei Gastfamilien verbringen durften, ging es für uns weiter in die Metropole Hong Kong. Beeindruckt von der Skyline und der Vielfalt der Stadt verbrachten wir dort bei sommerlichen Temperaturen  die Hälfte unserer zweiten Austauschwoche. Eine Bergwanderung durch die überraschend unberührte Natur mit anschließendem Strandbesuch, eine Tour durch die Innenstadt und Sightseeing füllten unsere Tagesabläufe. Besonders der Blick vom Victoria Peak war beeindruckend. Pünktlich zur Halbzeit ging es dann von Shenzhen aus in die größte Stadt Chinas: Shanghai. Die Altstadt und der altertümliche Yu-Yuan-Garten waren nur ein Teil der Dinge, die wir besuchen durften. Die gewaltige Skyline der Millionenstadt war zwar aufgrund von Smog am ersten Tag nur zum Teil zu erkennen, aber man merkte deutlich, dass Shanghai nicht umsonst die größte Stadt Chinas ist. An der abschließenden Schiffsfahrt zeigte sich die Stadt dann in voller Farbenpracht. Auch die Aussicht vom World Financial Center, bei dem wir die Stadt auf einer Höhe von 465 Metern betrachten konnten, war atemberaubend.

Nach zwei mehr als erlebnisreichen Wochen stand wieder die Rückreise die Rückreise nach München an. Von dort aus war es nur noch eine kurze Busfahrt, die uns zurück nach Ingolstadt brachte, wo wir freudig von unseren Familien empfangen wurden. Wir freuen uns schon unseren Austauschschülern im Juli unsere Stadt zeigen zu können.

Miriam Kothmeier, 10D

Was vom USA-Austausch 2018 bleibt:

Was vom USA-Austausch 2018 bleibt:

  • Das Blau des Himmels
  • Das Gelb der aufflackernden Lichter aus dem 70. Stock
  • Das Grün des Shamrock-Shakes
  • Das Licht des Times Square
  • Das Dunkel des Ground Zero
  • Die Brise auf der Fahrt vorbei an der Freiheitsstatue
  • Die Lautstärke der Großstadt New York
  • Die Ruhe des Mittleren Westens
  • Das Rot der Liebe und Gastfreundschaft, die wir erfahren durften

 

 

Es war toll, vielen Dank!

Stephanie Biendl

Walk-out zum Gedenken an die Opfer des Amoklaufs in Parkland

Walk-out zum Gedenken an die Opfer des Amoklaufs in Parkland

Um dem Amoklauf in Parkland zu gedenken und gegen Waffenbesitz zu protestieren, folgte unsere Partnerschule dem USA-weiten Aufruf zum Walk-out und Schüler der MUHS versammelten sich auf dem Footballfeld. 17 Minuten, zur Erinnerung an die 17 Opfer, verbrachten wir mit Gebeten, Schweigen und Reflexion.

Our hearts go out to the victims and families, we stand united in our spirit against violence.

 

Theresia Händeler, Stephanie Biendl & Katharina Herdt (momentan in Milwaukee im Rahmen des Schüleraustausches)

Erschweren Smartphones die Völkerbegegnung?

Erschweren Smartphones die Völkerbegegnung?

Mages: Sie erleichtern die Vorbereitung einer Begegnung und auch das Aufrechterhalten der Kontakte nach einer Begegnung. Aber während der Begegnung erschweren sie die Völkerbegegnung eindeutig. Austauschschüler, die während des Unterrichts, während der Stadtführung oder eines Museumsbesuchs, während des Essens in einem bayerischen Wirtshaus ihre Mails checken, Spiele spielen, im Internet surfen, Filme anschauen, nehmen nicht wahr, was in der Klasse läuft, wohin der verantwortliche Begleitlehrer abbiegt, was der Fremdenführer sagt, wie der Austauschpartner sich im Augenblick fühlt, was da auf dem Teller liegt, was in der Gruppe gerade abgeht, was links und rechts zu sehen ist, ob sich das Wetter ändert, ein Hindernis im Weg liegt, ein Auto kommt, die Ampel auf Grün schaltet. Fremdsprachen lernt man nicht durch Weghören und Wegschauen, sondern durch Aufpassen, Hinhören, genaues Beobachten,  Dabeisein, Vergleichen. Wie soll z. B. Schulstoff abgespeichert werden, wenn das Gehirn mit etwas anderem beschäftigt ist? Multitasking geht vielleicht bei geschickten Menschen im Haushalt, aber nicht in der Schule und auch nicht beim Schüleraustausch. Da braucht es Zuwendung zu Menschen, Wachheit, Interesse an Kultur, Neugier auf Schule im anderen Land, Offenheit für nie Dagewesenes, Teamgeist, Höflichkeit. Wer von den Gastgebern will dauernd die zweite Geige spielen, um Aufmerksamkeit ringen müssen, keine Gelegenheit für Gespräche finden und eigene Bedürfnisse zurückstecken, weil dem Gast seine Smartphone-Inhalte wichtiger sind? Weder der Austauschpartner noch die Gastfamilie noch die Lehrerinnen.

Unablässige Handynutzung drückt Missachtung gegenüber  Mitmenschen aus, ist oft Ausdruck eines Suchtverhaltens. Bei Gemeinschaftsveranstaltungen nicht ausgeschaltete Smartphones schädigen die gute Sache des Schüleraustauschs und demotivieren all jene Leute, die sich bei der Programmgestaltung  große Mühe gegeben haben.

               Miteinander funktioniert hier beim Kartenspielen im Zug.

Gabriele Mages

 

Titelbild: Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Misslbeck

Kapzow-Gymnasium feiert 125-jähriges Bestehen

Kapzow-Gymnasium feiert 125-jähriges Bestehen

Eine unserer beiden Partnerschulen im Moskauer Zentralbezirk, das Kapzow-Gymnasium, konnte am 19. Oktober 2017 in einem großen Festakt ihr 125-jähriges Schuljubiläum feiern. Es war für mich eine große Freude an dieser Feier teilnehmen zu dürfen.

Im Rossija-Theater am Puschkinplatz kamen alle Schülerinnen und Schüler, alle Lehrkräfte, die Eltern sowie zahlreiche Ehemalige und Partner der Schule zusammen. Unter den Ehrengästen war auch die mittlerweile über 90-jährige frühere Schulleiterin Vera Stepanova, die den seit 1991 laufenden Austausch zwischen den beiden Schulen zusammen mit dem damaligen Schulleiter am CSG, Rainer Rupp, in den ersten Jahren ganz maßgeblich förderte.

 

Geboten wurde ein buntes Programm, durch das zwei Schülermoderatoren gekonnt führten. Neben hochklassigen musikalischen und künstlerischen Darbietungen wurde die große Vielfalt des Bildungsangebots der Schule vorgestellt und die Bestleistungen von einzelnen Schülern und Lehrkräften ausgezeichnet. Auch das Publikum wurde immer wieder in das Geschehen mit einbezogen.

Am Nachmittag wurde uns die Schule gezeigt und im Zimmer von Schulleiterin Vita Kirichenko wurden nach der Überreichung von Geschenken in einer äußerst herzlichen und freundschaftlichen Atmosphäre die weiteren Planungen für das Austauschprogramm besprochen. So besteht Einigkeit darin, künftig auch Schülerinnen und Schüler einzubeziehen, die nicht Russisch bzw. Deutsch lernen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kommunikation ohne weiteres auch in Englisch, das sowohl die deutschen als auch die russischen Schüler als erste Fremdsprache erlernen, geführt werden kann. Primäres Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern beider Schulen die Möglichkeit zu bieten, die jeweils andere Kultur kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Auch über die genauen Termine von Besuch und Gegenbesuch soll nochmals nachgedacht werden, damit sie ab dem Schuljahr 2019/20, wenn der nächste Austauschzyklus ansteht, zeitlich näher beieinander liegen.

 

Am nächsten Tag gab es ein Treffen mit dem ehemaligen Schulleiter des Gymnasiums 1513, jetzt Schule Nr. 1234, Herrn Alexander Bubman. Unter seiner Leitung begann im Jahr 1988, also zu einer Zeit als der „Eiserne Vorhang“ zwischen Ost und West noch existierte, der erste Austausch zwischen dem CSG und seiner Schule, die ebenfalls im Moskauer Zentralbezirk liegt. Herr Bubman engagierte sich über nunmehr fast dreißig Jahre hinweg in herausragender Weise für den Schüleraustausch, aber auch die Städtepartnerschaft zwischen Ingolstadt und dem Moskauer Zentralbezirk. Auch wenn er mit Beginn dieses Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, wird ihn das CSG für sein außerordentliches Engagement zugunsten des Austausches beim großen Schulkonzert am 16. April 2018 in besonderer Weise ehren!

Neben den offiziellen Treffen war auch Zeit, um einige Moskauer Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Diese Weltmetropole hat ein ganz besonderes Flair und ist (nicht nur eine) Reise wert!

 

Gerhard Maier