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Monat: September 2018

RÜCKBLICK: Studienfahrt Paris aka Wo ist denn hier ein Klo?

RÜCKBLICK: Studienfahrt Paris aka Wo ist denn hier ein Klo?

Montag, 09.07.2018, 4:45 Uhr, an einem Bahnhof im beschaulichen Ingolstadt: Eine verschlafene Gruppe Q11-Schüler wartet auf ihre Lehrer, die um 4:46 Uhr schließlich auch eintreffen (Skandal!). Aufgrund der unschlagbaren Pünktlichkeit der SchülerInnen bei den vorhergehenden Studienfahrttreffen hatte Frau Blank beschlossen, den Treffpunkt etwas vorzuverlegen (der Zug fuhr erst um 5.25 Uhr ab…), um zu vermeiden, dass die Reise nach Paris unvollständig angetreten werden musste.

Nach knapp sieben Stunden baute sich Paris langsam vor uns auf und überall im Zug ertönte ein offensichtlich frisch im Französischunterricht gelerntes Wort: „La banlieue!“, „La banlieue!“ nur unterbrochen von „Croissant“-, „Baguette“- und „Camembert“-Zwischenrufen derjenigen Schüler, die wohl ihre neuen Vokabeln noch nicht verinnerlicht hatten.

Wir bezogen unser Hotel, was aufgrund des geräumigen Fahrstuhls, in dem doch ganze zwei Personen Platz fanden, eine Weile dauerte, und machten uns direkt auf den Weg zu der Straße, der ein ganzes Lied gewidmet ist: den Champs-Elysées. Dort bewältigten wir die unzähligen Stufen des Arc de Triomphe, um uns erst einmal einen Überblick über Paris zu verschaffen und versäumten dabei, die für die nächsten Tage wichtigste Frage zu klären: Wo in Paris gibt’s denn eigentlich überall ein Klo? (Notiz für die nächste Studienfahrt: Unbedingt das Buch „Pisser à Paris“ von Claude Lussac und Nathalie Marx als Pflicht-Vorbereitungslektüre veranschlagen! – Ja, das Buch gibt es wirklich.)

Nach der anschließenden Erkundung der Pariser Prachtstraße kehrten wir ins Hotel zurück und nachdem der benachbarte Supermarkt leergekauft und sich Erleichterung eingestellt hatte ob des McDonalds, der sich ebenfalls in der Nähe befand, fielen alle erschöpft ins Bett.

Die nächsten Tage waren hauptsächlich charakterisiert von Freizeit, die blöderweise immer wieder von folgenden Programmpunkten unterbrochen wurde: Ein Besuch des Louvre, der Opéra Garnier, der Catacombes, des Musée d’Orsay, des Marais-Viertels und einigen anderen typischen Pariser Orten und Sehenswürdigkeiten, einer Seine-Fahrt, einem Referat am Place des Vosges uvm.

 

 

Kurzfristig war nicht klar, ob die Gruppe vollständig nach Ingolstadt zurückkehren würde, da einem Teil in den Katakomben eine Privatführung angeboten wurde. Diese nahm man natürlich erst einmal erfreut an, als der Guide dann aber etwas sphärisch anfing, von Opferritualen zu erzählen und die Gruppe dann schließlich auch noch zu einem Opferaltar führte, wäre keiner überrascht gewesen, hätte man sich auf einmal in einem Kreis bekutteter Gestalten wiedergefunden..

Die Tatsache, dass alle wieder wohlbehalten in Ingolstadt angekommen sind, spricht dafür, dass manche (Frau Blank) vielleicht doch eine zu blühende Phantasie haben.

Ein weiteres Highlight war natürlich auch das WM-Spiel Frankreich – Belgien. In der Innenstadt war die Hölle los und es war schwierig, überhaupt noch einen Platz zu bekommen, um das Spiel ansehen zu können. Noch schwieriger war es anschließend die richtige Metro zu finden: Wenn man nicht aufgepasst hätte, hätte es gut und gerne passieren können, dass die euphorisch feiernden Massen einen mitreißen und bis zum 2km entfernten Triumphbogen schleifen, was natürlich blöd gewesen wäre, da der Rest der Gruppe sonst hätte warten müssen. Nochmal Glück gehabt.

Am letzten Abend vor unserer Rückreise stand der Mount Everest von Paris an: Hoch auf den Eiffelturm und zwar zu Fuß. Monatelanges Training hatte uns auf diese Situation vorbereitet und so machten wir uns guten Mutes daran, diese Hürde zu bewältigen. Dafür wurden wir auch belohnt, denn oben angekommen wurden von allen Seiten Feuerwerke gezündet. Manche munkeln, dass dies aufgrund des „bal des pompiers“ der Fall war, der in jedem Arrondissement an diesem Abend stattfand, plausibler klingt allerdings dann doch die Begründung, dass dies zu unseren Ehren geschah.

Die Rückreise am Samstag verlief ähnlich unspektakulär wie die Hinfahrt, was eventuell auch daran lag, dass der Standort der Toiletten in den Zügen allseits bekannt war.

Weitere, häufig gefallene Sätze oder Satzteile waren neben der Klofrage auch: „Ja, aber…!“, „Schick mal Standort!“, „Wann haben wir denn wieder Freizeit?“ und „Müssen da alle mit?“.

Aber jetzt im Ernst: Die Parisfahrt hat wirklich Spaß gemacht, sowohl den Lehrern und den SchülerInnen und es bleibt zu hoffen, dass vielleicht der ein oder andere Geschmack an der französischen Hauptstadt gefunden hat und wieder dorthin zurückkehrt.

A la prochaine!

Verena Blank

RÜCKBLICK: Romeo & Julia – Aufführung des Mittelstufentheaters

RÜCKBLICK: Romeo & Julia – Aufführung des Mittelstufentheaters

Anfang des Schuljahres 2017/18 entschied sich die aus 17 SchülerInnen aus verschiedenen Klassenstufen bestehende Theatergruppe dafür, eine moderne Version des Stückes „Romeo & Julia“ in Angriff zu nehmen. Nicht ganz so modern wie bei „Fack ju Göthe“, jedoch trotzdem mit der ein oder anderen Liebeszene, was bei der Auswahl wohl nicht ganz bedacht worden war und während der Proben für einige (vor allem für die nicht daran Beteiligten) amüsante Szenen sorgte.

Je näher die Aufführungstermine rückten, desto mehr stieg die Aufregung (und die Verzweiflung bei Frau Blank) und bis kurz vor Schluss wurden letzte Requisiten besorgt, Szenen umgeschmissen und neu eingeübt und vor allem eins getan: hysterisches Schreien geübt (nicht nur von Frau Blank..).

Fast eine ganze Woche wurde der Gruppe dankenswerter Weise von der Schule zur Verfügung gestellt, um von morgens um 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr oder auch nachmittags verschärft zu proben und eine große Hilfe dabei war das Technikteam.

Dieses baute nicht nur die Bühne und das Licht auf, sondern gab auch aufgrund ihrer rhetorischen Fähigkeiten einigen SchülerInnen noch wertvolle Tipps dafür, wie sie bestimmte Dialoge am besten umsetzen. Ein großer Dank an dieser Stelle auch noch einmal an Thomas Udvaros aus der (jetzt) Q12!

Dann war es endlich soweit. Aufgrund des WM-Spiels am Freitag waren unsere Aufführungstermine auf Mittwoch und Donnerstag gelegt worden. War die Turnhalle am Mittwoch noch etwas spärlich besucht, entschädigte uns das Publikum am Donnerstag dafür, und auch bei der zweiten Aufführung lief alles noch mal wesentlich besser als bei der ersten (sofern das überhaupt möglich war). Wahrscheinlich lag dies an den super besinnlichen Minuten kurz bevor es hieß „Vorhang auf“…

Zum Inhalt des Stückes muss nicht viel gesagt werden, „Romeo & Julia“ dürfte allgemein bekannt sein, nur dass in unserer Version von Anke Ruge Dolch und Degen durch modernere Waffen ersetzt wurden und die Dialoge schülerfreundlicher waren. Das tragische Ende blieb leider gleich.

Insgesamt hatten alle viel Spaß, sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Aufführung und der Applaus am Schluss der Aufführung zeigte, dass sich die Arbeit auch gelohnt hat.

Der Wahlkurs Mittelstufentheater

 

RÜCKBLICK: Studienfahrt Rom 2018

RÜCKBLICK: Studienfahrt Rom 2018

Vom 10.07.18 bis zum 15.07.2018 erkundeten 25 Schüler im Rahmen der Studienfahrt Rom die „Ewige Stadt“. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen lernten die Romfahrer verschiedene Seiten der Hauptstadt Italiens kennen: Das antike, das christliche und das moderne Rom. Im Roma antica führte der Weg neben den Highlights des Forum Romanum, Kapitol und Kolosseum ebenso in Hadrians und Augustus’ Mausoleum als auch das geheimnisvolle Mithräum unter der Kirche San Clemente oder die Domitilla-Katakomben, die die längsten der gesamten Stadt sind. Im Roma papale standen neben zahlreichen wunderschönen und bedeutenden Kirchen natürlich der Petersdom und der Lateran im Mittelpunkt, ergänzt durch einen ausführlichen Besuch der Kunstschätze in den Vatikanischen Museen. Und im Roma moderna lockte ein Besuch im Palazzo Madama, dem italienischen Senat. Am Ende der Woche war für alle klar – Rom hat viele Facetten, ist beeindruckend, alt, kulturell bedeutend, chaotisch, laut und liebenswert…und muss unbedingt öfter im Leben besucht werden! Beim Abschied hieß es daher: Alla prossima – Bis zum nächsten Mal!

Dr. Judith Lichtblau

RÜCKBLICK: Der „Wilde Westen“ war einmal – Filmvortrag von A. Gardel über „Jakutien“ im wilden Osten

RÜCKBLICK: Der „Wilde Westen“ war einmal – Filmvortrag von A. Gardel über „Jakutien“ im wilden Osten

Der passionierte Angler und Kanute A. Gardel aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen zeigte am Freitag, den 6. Juli 2018 den Russischschülern der achten bis zehnten Jahrgangsstufe in Raum 161 einen selbst gedrehten und geschnittenen Film über seine Reise auf der Amga, einem unberührten Nebenfluss der sibirischen Lena, die die dünn besiedelte Republik Jakutien durchfließt und entscheidend prägt. Herr Gardel ist so fasziniert von der sommerlichen Natur in diesem fernen Teil Russlands, dass er bereits viele abenteuerliche Reisen dorthin unternommen hat und sogar auf eigene Faust Russisch lernt. Mit den mitreisenden Jakuten, die einem turksprachigen Volk angehören, kann er sich beim gemeinsamen Paddeln, Angeln, Kochen und Baden inzwischen jeden Sommer ganz gut verständigen. Obwohl Jakutien überwiegend Permafrostboden aufweist, kann man im Sommer dort zelten und in den Flüssen bei angenehmen Temperaturen baden oder schwimmen.

Sein Interesse an Russland wurde durch die Perestroika-Politik Gorbatschows in den 80er Jahren geweckt, wie er selbst sagte, und hält seitdem an. Beruflich ist er für einen großen deutschen Konzern viel in der Welt herumgekommen, hat aber nirgends so wilde und unberührte Natur kennengelernt wie eben in Jakutien.  Von den schönen Landschaften, den abwechslungsreichen Uferformation, der unbekannten Pflanzenwelt, dem klaren Wasser, dem Fischreichtum und den Möglichkeiten, an einem Lagerfeuer appetitliche Speisen zuzubereiten, konnten sich die teilnehmenden Klassen mit eigenen Augen überzeugen. Sogar Felsenmalereien aus fernen Vergangenheiten waren zu sehen.

G. Mages